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Döbeln Leitungsnetz ist dicht – Arbeiten am Abwassernetz verursachten Gestank
Region Döbeln Leitungsnetz ist dicht – Arbeiten am Abwassernetz verursachten Gestank
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16:48 06.01.2016
Gasmasken brauchten die Waldheimer am Dienstag. Die Ursache für den üblen Gestank war allerdings harmlos.   Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

 Aufatmen an der Zschopau: Die Ursache für den üblen Geruch am Dienstag ist gefunden, die Sache war harmlos. Es strömte nämlich kein Gas aus. Der Gestank rührte vom Abwasser der Beiersdorf Manufacturing GmbH, landläufig noch immer „Florena“ genannt. Die Firma hat nämlich ihr Abwassernetz turnusmäßig warten lassen. „Die freigesetzten Gerüche sind nicht gesundheitsschädlich und führen lediglich zu einer Geruchsbelästigung. Sie sind ähneln allerdings dem Geruch von Erdgas“, heißt es in einer Stellungnahme von Beiersdorf. „Die Geschäftsleitung der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH bittet die Bürger Waldheims, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen“, heißt es in der Stellungnahme des Unternehmens weiter.

Bei der turnusmäßigen Wartung am Dienstag überprüften Techniker die Abwasserpumpen im firmeneigenen Netz. Um in das System einsteigen zu können, mussten sie dieses vorher belüften. Beim Öffnen der Abwasserkammer gelangte dann Geruch in die Luft, so der Betrieb. Wegen des Wetters habe sich dieser aber nicht verflüchtigt, sondern blieb über Waldheim liegen und zog ins Zschopautal.

Künftig will der Kosmetikhersteller Vorkehrungen treffen, damit es nicht mehr stinkt, wenn die Technik des firmeneigenes Abwassernetzes gewartet wird. „Bei den im kommenden Quartal anstehenden Wartungsarbeiten am Abwassersystem wird der Einsatz eines zusätzlichen Filters geprüft, um künftige Geruchsbelästigungen auszuschließen“, teilt die Beiersdorf Manufacturing GmbH weiter mit.

Der vermeintliche Gasgeruch hatte am Dienstag gegen 16.30 Uhr für Aufruhr in der Stadt gesorgt. Besonders in der Innenstadt auf der Straße „An der Zschopau“ roch es übel. Aus Sicherheitsgründen verließen über 20 Kinder die Kita Tierhäuschen und kamen vorübergehend im Rathaus unter. Polizei und Feuerwehr waren ebenfalls im Einsatz. Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) und Bauamtsleiter Michael Wittig eilten zur vermeintlichen Gashavarie auf die Straße „An der Zschopau“ (die DAZ berichtete).

Zwei Mitarbeiter der Mitnetz-Gas suchten derweil das Leck. Zum Glück vergebens. „Aus unseren Anlagen ist kein Gas ausgetreten“, sagt Cornelia Sommerfeld, Pressesprecherin der Mitnetz-Gas, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung.

Die Mitnetz-Techniker überprüften das Leitungsnetz unter anderem auf der Eichbergstraße und der Döbelner Straße. Außerdem sie untersuchten die Druckregelanlagen im gesamten Stadtgebiet. „Alles ohne Befund“, sagt Mitnetz-Sprecherin Cornelia Sommerfeld.

Von Dirk Wurzel

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