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Döbeln Letzte Ruhe im Govinda-Streit
Region Döbeln Letzte Ruhe im Govinda-Streit
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00:23 13.09.2018
Der Verwaltungsausschuss hat zugestimmt: Waldheim nimmt Grabstein inklusive Bronzerelief als Schenkung der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur an. Quelle: Gerhard Dörner
Waldheim

Dass im öffentlichen Teil des Verwaltungsausschusses von Waldheim ein Bürger die Gelegenheit nutzt, eine Anfrage zu stellen, kommt eher selten vor. Während der jüngsten Sitzung meldete sich jedoch Ex-Stadtrat Eckehart Schirmer zu Wort – in vorangegangener Abstimmung mit Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) und mit Zustimmung der Ausschussmitglieder.

Govinda zurück auf der Tagesordnung

Üblicherweise sieht die Tagesordnung erst die Behandlung entsprechender Beschlussvorlagen vor. Doch darunter befand sich nun ein vermeintlich spannungsgeladener Punkt. Denn das Ehrengrab für Anagarika Govinda landete erneut auf der Agenda. Der Grabstein samt dem darauf befindlichen Bronze-Relief wurde von der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur und sollte ein Geschenk an die Stadt sein. Doch der Beschluss über die Annahme wurde im Juli zurückgestellt, nachdem Kathrin Schneider während der damaligen Sitzung des Verwaltungsausschusses öffentlich Kritik am Zustand des Grabmals äußerte. Das Thema gipfelte schließlich in einer teilweise öffentlich geführten Auseinandersetzung zwischen der CDU-Stadträtin und der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur (die DAZ berichtete).

Schirmer kritisiert Diskussionskultur

Und genau darauf zielte Eckehart Schirmers Wortmeldung ab. „Die ausufernde Diskussion hat mir nicht gefallen“, so der ehemalige Stadtrat. Es müsse erwartet werden können, dass Stadträte beziehungsweise Ausschussmitglieder ihre Meinung in öffentlichen Sitzungen uneingeschränkt äußern können. Doch inwiefern Kathrin Schneider eingeschränkt wurde, ließ Schirmer offen. Dass auf öffentlich getätigte Aussagen auch von anderer Seite – in diesem Fall etwa die François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur – auch eine entsprechende Reaktion erfolgt, hat jedenfalls nichts mit Einschränkung zu tun. Schirmer glaube letztlich, dass einige Kathrin Schneiders Äußerungen in den falschen Hals bekommen haben.

Stiftungsarbeit wird anerkannt

„Was die Stiftung bereits für Waldheim getan hat, ist sehr anerkennenswert“, betonte Schirmer losgelöst vom Streit um das Ehrengrabmal – und das betonte Kathrin Schneider ebenfalls unabhängig von ihrer ursprünglich geäußerten Kritik. Schirmer legte abschließend nahe, die gesonderte Pflege aller Ehrengräber auf dem Waldheimer Friedhof noch einmal im Stadtrat zu diskutieren. „Diese sollen nicht nur aufgestellt, sondern auch erhalten werden.“

Geschenk angenommen

Erhalten bleibt nun zumindest Anagarika Govindas Grabstein samt Bronzerelief in derzeitiger Form – inklusive Grünspan. Denn dieses Mal ging der Beschluss einstimmig und ohne weitere Anmerkungen durch den Verwaltungsausschuss.

Von André Pitz

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