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Döbeln Letzte Spur Fußgängerbrücke?
Region Döbeln Letzte Spur Fußgängerbrücke?
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17:13 05.01.2019
Am Sonnabend suchten Beamte der Bereitschaftspolizei nach dem vermissten Christian Morgenstern in Leisnig. Dabei nahmen die Polizisten auch leerstehende Gebäude unter die Lupe. Quelle: Sven Bartsch
Leisnig

Griechische Spezialitäten gibt es hier schon lange nicht mehr. Aber vielleicht befindet sich der seit Neujahr vermisste Christian Morgenstern im ehemaligen griechischen Restaurant „El Greco“ in Tragnitz. Die Beamten der Bereitschaftspolizei gingen am Sonnabend diesem Hinweis nach. Ergebnislos, wie der Erste Polizeihauptkommissar Kai Kießling vom Revier Döbeln vor Ort berichtete. Er leitet am Sonnabend den Sucheinsatz der Bereitschaftspolizei. Weitere brauchbare Hinweise von möglichen Zeugen blieben bisher aus. Aber gerade auf solche Informationen hatte die Polizei gehofft, als sie sich mit der Vermisstensuche an die Öffentlichkeit wandte.

Vom Schlossberg bis zur Brücke

„Wir hatten erneut Mantrailer im Einsatz. Der Hund ist wieder bis hierher gelaufen“, sagt Hauptkommissar Kießling über das Ergebnis der nochmaligen Suche mit speziell geschulten Spürhunden. Mit „hierher“ meint der Polizist die Fußgängerbrücke in Tragnitz. Hier fanden Anwohner am Neujahrstag einige Bekleidungsstücke des 20-Jährigen Stundenten. Die vierbeinigen Spürnasen führten die Beamten vom Ort der Silvesterfeier am Schlossberg, die Christian Morgenstern vor seinem Verschwinden besucht hatte, bis zur Brücke. Kai Kießling zufolge zeigen die Hunde den Ort an, wo sie die jüngste Geruchsspur wahrnehmen, die ein Gesuchter hinterlassen hat.

Grieche und Bahnhof durchsucht

Bereits am Freitag hatte die Taucherstaffel der Polizei erneut von Schlauchbooten aus erneut an und in der Freiberger Mulde nach dem Studenten gesucht. Sie sind dazu bis runter nach Sermuth gefahren. Wie Hauptkommissar Kießling berichtet, hat parallel dazu ein Zug Bereitschaftspolizisten, das sind 20 Beamte, an Land gesucht und dabei eine 17 Hektar große Fläche durchgekämmt. Aber vom Vermissten fehlt nach wie vor jede Spur. Zu den leerstehenden Gebäuden, die sich die Polizei am Sonnabend genauer angesehen hat, gehörte neben dem ehemaligen griechischen Lokal auch der Leisniger Bahnhof.

Diese Such-Plakate haben die Eltern des Vermissten an vielen Orten in Leisnig aufgehangen. Quelle: Dirk Wurzel

Am Montag soll erneut die Taucherstaffel zum Einsatz kommen. Dann steht wieder die Freiberger Mulde im Fokus. Parallel zur Polizei suchen auch die Eltern des Vermissten. Sie haben Plakate und Handzettel in Leisnig verteilt. So wusste zum Beispiel jeder Gast der Rassegeflügelausstellung, dass Morgensterns ihren Sohn suchen. Auch das Fernsehen wird wohl über den Vermisstenfall berichten. Am Sonntag hat der MDR einen Beitrag dazu in der Sendung „Kripo Live“ geplant.

Von Dirk Wurzel

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