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Leuchtende Nachtschwärmer auf der Burg Mildenstein

Glühwürmchenführung auf Burg Mildenstein Leuchtende Nachtschwärmer auf der Burg Mildenstein

Im Dunkeln durch die Burg wandern, Glühwürmchen basteln und spannenden Geschichten lauschen. Am Abend des 16. Februar führte Sabine Rötzsch vom Burgmuseum die kleinen und großen Besucher der Glühwürmchenführung von 17-19 Uhr durch die Burganlage und auf den Turm. Das begeisterte die kleinen und großen Gäste.

Winterlicher Anblick der Burg Mildenstein

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig/ Burg Mildenstein. Einmal im Dunklen durch eine alte Rittersburg und Gefängniszellen wandern. Glühwürmchen basteln und vom hohen Turm der Mildenstein fliegen lassen. Ein Spektakel für die Kinder und Jugendlichen der „Glühwürmchenführung“ auf der Mildensteiner Burg. Mit spannenden und gruseligen Geschichten ging es für die Nachtschwärmer am Dienstag, den 16. Februar von 17- 19 Uhr durch die alten Räume und Hallen des früheren wettinischen Amtssitzes. Ausgerüstet mit Taschenlampen und vielen Fragen hielten die Kinder Sabine Rötzsch vom Burgmuseumsmarketing zur Glühwürmchenführung ganz schön auf Trapp.

Der abendliche Rundgang begann mit der Führung um den Mildenstein herum bis zum Wiprechtsfelsen. Dort wurde den Erzählungen über die Persönlichkeit Wiprechts von Groitzsch gelauscht. Die Eltern im Schlepptau führte Sabine Rötzsch die kleinen Entdecker in einen der ältesten Teile der Burganlage -in die romanische Kapelle. In einem interaktiven Frage- Antwort Spiel erfuhren die Kinder mehr über den Altar und das darüber hängende Bild der zwölf Apostel und vier Heiligen. Große Augen und viel Bewunderung rief bei den Knirpsen die Geschichte vom Heiligen Georg hervor. Der Drachentöter rettete nicht nur die Stadt, sondern auch die Königstochter.

Nach Betreten des Nebenraums hielt die Mitarbeiterin des Burgmuseums die kleinen Teilnehmer schon mit der nächsten Geschichte in Atem -nämlich die Verehrung des Heiligen Laurenzius. Mit kleinen Gruselgeschichten über abergläubische Mittelaltersleut trieb sie die Spannung voran. Danach ging es finster weiter zu den sogenannten „Finsterstuben“. Mutig traten die Kinder hinein. Auf die Frage Sabine Rötzschs, was diese Stuben wohl seien, kam prompt die Antwort. „Der Knast.“ Weiter ging die Führung zum Vorderschloss, wo heißer Apfelpunsch für die kleinen und großen Besucher bereit stand. Nach der kleinen Aufwärmung und Stärkung ging es auch gleich weiter in die Vorratskammern. Dort versteckten sich vier Dinge, welche darauf warteten von den Kindern gefunden zu werden. Vorbei an Fässern und einem Spinnrad wurden zwar keine Skelette oder Schatztruhen entdeckt, dafür aber Kappen und Plastikspinnen.

Im Ausstellungsraum begann die Glühwürmchenführerin Fragen an die Kinder zu stellen und diese mit Schokoladengoldtalern zu belohnen. Dabei erklärte sie nebenbei wichtige Fakten zur Funktion der Burg als Gefängnis. Durch dunkle Gänge und Räume erreichte die Gruppe die Zellen. Mit ihren Taschenlampen leuchtend erkundeten die Kinder diese und richteten immer wieder Fragen an Sabine Rötzsch.

In den Rittersälen hielt die Burgmitarbeiterin ein Quiz für Jung und Alt über Spiele, Feuerwehr und heimliche Untermieter im Mittelalter bereit. Großes Spektakel und Freude brachte das Glühwürmchen basteln. Nach einem ausgiebigen Glühwürmchen-Feuer-Wasser-Sturm-Spiel, brachten die jungen Besucher ihre Bastelarbeiten auf den Mildensteiner Turm und ließen sie von dort aus zum Boden schweben. Zur Freude einiger Glühwürmchenteilnehmer zeigte sich, die im Mildensteiner Turm wohnende Eule und drehte ihre abendlichen Runden um den Turm.

Von Pamela Geißler

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