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Döbeln Limmritzer Furt soll doch erhalten bleiben
Region Döbeln Limmritzer Furt soll doch erhalten bleiben
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16:54 16.02.2016
Mit Schmackes weiter durch den Fluss? Aufregung um die Zschopau-Furt. Quelle: BARTSCH
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Limmritz

Für den Erhalt der Furt durch die Zschopau im Döbelner Stadtteil Limmritz zeichnen sich Lösungen ab. Ab kommende Woche will die Landestalsperrenverwaltung rund 8000 Tonnen Geröll aus der Zschopau baggern lassen, die das Hochwasser 2013 angespült hatte. 300 000 Euro soll diese Hochwasserschutzmaßnahme kosten. Bei dieser Gelegenheit wollte die Landestalsperrenverwaltung auch gleich die Zschopaufurt, jene Jahrhunderte alte, flache Flussdurchfahrt beseitigen. Das Landratsamt Mittelsachsen, als Untere Wasserbehörde hatte dies so gewollt und sich auf eine EU-Gewässerrichtlinie berufen.

Doch das geplante Ausbaggern der Furt schlug Wellen. Anwohner, Freiwillige Feuerwehr und die Siedler des Bungalowvereins waren stinksauer. Denn sie nutzen die Furt noch regelmäßig als kürzeste Verbindung, etwa zu den 38 Bungalows auf dem anderen Zschopauufer. Die Landestalsperrenverwaltung geriet ins Kreuzfeuer, ohne etwas dafür zu können. Jetzt sind die Stadtverwaltung Döbeln und die Untere Wasserbehörde beim Landratsamt am Zug. Gemeinsam werden Lösungen gesucht, wie man aus dieser Nummer wieder herauskommt und die Furt erhalten bleiben kann.

„Zur Thematik Furt in Limmritz fand am Freitag vor einer Woche eine Beratung statt, an der Vertreter der Landestalsperrenverwaltung, des Landratsamtes Mittelsachsens sowie der Stadt Döbeln teilnahmen“, sagt Döbelns Stadtpressesprecher Thomas Mettcher. „Die Beratung fand in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre statt“, bestätigt Cornelia Kluge, Pressereferentin im Landratsamt Mittelsachsen. Zu den Details der möglichen Lösungen halten sich alle Seiten noch bedeckt. „Alle Beteiligten arbeiten nun an einer gemeinsamen, für alle Seiten akzeptablen Lösung“, ließ Pressesprecher Thomas Mettcher wissen. „Die beratenen Lösungsansätze werden jetzt erst noch geprüft“, erklärte seine Kollegin vom Landratsamt.

„Ich finde die Furt als Notzufahrt und als Zufahrt für die Feuerwehren auch weiterhin wichtig. Ganz zu schweigen, dass sie auch historisch sicher bedeutsam ist. So etwas kann man Besuchern und vor allem Kindern vorführen“, findet der langjährige Vorsitzende des Bungalowvereins Limmritz, Eckhart Paulick.

Durch die Furt seien in wasserärmeren Zeiten extrem geringe Wassertiefen von unter 30 Zentimetern Normalität. Das sei für die Wanderung von Fischen zu wenig, so das Argument des Gewässerschutzes.

Von Thomas Sparrer

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