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Döbeln Linke Schmiererei in Döbeln: 27-Jähriger muss 1000 Euro Geldstrafe zahlen
Region Döbeln Linke Schmiererei in Döbeln: 27-Jähriger muss 1000 Euro Geldstrafe zahlen
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12:09 28.06.2016
Weil er drei Gebäude in Döbeln beschmiert hatte, muss ein 27-Jähriger jetzt wegen Sachbeschädigung eine Geldstrafe zahlen. Quelle: Wolfgang Sens
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Döbeln

Eher der linken Szene dürfte ein Sprühfink zuzurechnen sein, der in der Nacht vom 26. auf den 27. September 2015 in Döbeln sein Unwesen trieb. Der 27-Jährige beschmierte laut Oberstaatsanwältin Ingrid Burkhart, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz, die Außenwände dreier Gebäude in Döbeln mit roter Farbe: Autoliv, also die ehemalige Döbelner Erstaufnahme, eine Baufirma und einen Getränkehandel an der Schlachthofstraße. „RassistInboxen“, „No Nazis“ und ein großes „A“ (könnte für Antifa stehen) im Kreis plus Hammer und Sichel malte der 27-Jährige an die Wände und richtete dabei rund 2300 Euro Schaden an. Dafür muss er jetzt wegen Sachbeschädigung 100 Tagessätze Geldstrafe zu zehn Euro bezahlen.

1000 Euro Strafe

Weil der Mann seine Gerichtsverhandlung im März schwänzte, brachte der leider viel zu früh verstorbene Strafrichter René Stitterich den Prozess gegen den linken Schmierfink im März im sogenannten Strafbefehlsverfahren zu Ende. Der Richter bildete eine Gesamtstrafe, in die er eine frühere Verurteilung des Döbelners zu einer Geldstrafe einbezog. Bereits im Januar hatte der Mann einen Strafbefehl wegen Sachbeschädigung kassiert. Das erlaubt die Strafprozessordnung, wenn die angeklagte Tat ein Vergehen ist, also ein Delikt, für das das Gesetz Geld- oder Freiheitsstrafen vorsieht. Sachbeschädigung ist ein Vergehen. Auch wenn ein Angeklagter die Hauptverhandlung schwänzt, können Richter die Verfahren auf diesem Wege vorläufig abschließen. Per Strafbefehl verurteilte Angeklagte können diese Entscheidung jedoch innerhalb von zwei Wochen anfechten. Dann wird öffentlich verhandelt.

Gegen den Strafbefehl hatte der 27-Jährige Einspruch eingelegt, die erneute Hauptverhandlung war für Montag anberaumt. Wie am Amtsgericht Döbeln zu erfahren war, hatte der Mann den Einspruch jedoch zurückgenommen. Somit ist das Strafbefehls-Urteil vom März rechtskräftig. Mit 100 Tagessätzen, was 100 Tagen Haft entspricht, gilt der 27-Jährige im landläufigen Sinne als Vorbestraft, denn Geldstrafen von über 90 Tagessätzen oder Haftstrafen von mehr als drei Monaten stehen im Führungszeugnis.

Rechter Zeuge

Laut DAZ-Informationen gehörte mit dem Döbelner NPD-Stadtrat Stefan Trautmann ein Schwergewicht der rechtsextremen Szene in Döbeln zu den Zeugen der linken Schmiererei. Auch Stefan Trautmann hat eine Vorstrafe wegen Sachbeschädigung – 70 Tagessätze zu 30 Euro wegen Graffiti-Schmiererei am ehemaligen Penny in Döbeln-Nord. Geschehen im Jahr 2012, verurteilt von Richter Stitterich im Februar 2014.

Von Dirk Wurzel

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