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Döbeln Linke sauer: Millionen fürs Amt in Freiberg statt für Jugend in Roßwein
Region Döbeln Linke sauer: Millionen fürs Amt in Freiberg statt für Jugend in Roßwein
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15:28 04.04.2018
Marika Tändler-Walenta, Kreischefin der Partei die Linke in Mittelsachsen, kritisiert den Landkreis, der Fördergeld lieber in seine Verwaltungsstandorte statt in Jugendhäuser steckt. Quelle: Foto: Dirk Wurzel
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Freiberg/Rosswein

Das stößt der Linken übel auf. Fast drei Millionen Euro will der Kreis in sein Landratsamt in Freiberg investieren. Dabei wäre dieses Geld aus dem Konjunkturprogramm Brücken in die Zukunft auch in der Region Döbeln willkommen.

„Seid verschlungen, Millionen!“

„Wenn dass die Brücken in die Zukunft für Mittelsachsen sind, dann sehe ich schwarz. Wir brauchen unbedingt eine Zukunftsstrategie für den gesamten Kreis“, schimpft Marika Tändler-Walenta, Kreisvorsitzende der Partei Die Linke in Mittelsachsen. Sie fragt sich, wie es sein kann, dass für den Umbau des Landratsamtes in Freiberg dieser Millionen-Betrag aus dem Konjunktur-Programm „Brücken für die Zukunft“ bereit steht, während auf der anderen Seite Jugendeinrichtungen stetig um ihr Überleben ringen?

Programm kann Zukunft gestalten

„Gegenwärtig kämpft das Jugendhaus in Roßwein, welches vor zwei Jahren eine Auflage für Umbauten aufgrund von Brandschutzbestimmungen durch das Landratsamt erhalten hat, um die reine Existenz. Dabei sprechen wir gegenwärtig von einer Summer von 7000 Euro für Brandschutztüren“, so die Kreisvorsitzende. Die Auflage verhindert, dass die Jugendeinrichtung mit größeren Konzerten Einnahmen erzielen kann. „Leider ist es so, dass alles, was außerhalb des Standortprinzips liegt, keine Berücksichtigung bei solchen Programmen findet. Dabei bietet gerade dieses Programm die Möglichkeit einer Zukunftsplanung für Mittelsachsen, die wir dringend benötigen“, sagt die Kreischefin der Linken.

Geld für Standorte in der Fläche

Anlass für ihre Kritik ist ein Beschluss des Kreistages. Eigentlich war vorgesehen, für 6,5 Millionen Euro ganz groß am Landratsamt in Freiberg anzubauen. Weil die tatsächlichen Kosten mit rund zehn Millionen Euro aber aus dem Ruder gelaufen waren, cancelte der Kreistag dieses Bauprogramm. Stattdessen setzt der Kreis nun kleinere Projekte um, zu dem unter anderem der Umbau des Empfangsbereiches des Landratsamtes in Freiberg gehört. In Döbeln investiert Mittelsachen in seinen Verwaltungsstandort an der Mastener Straße. Hier fließt eine halbe Million Euro in das Haus B der ehemaligen Kreispoliklinik.

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Von Dirk Wurzel

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