Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Lommatzscher Pflege rückt sich in den Fokus
Region Döbeln Lommatzscher Pflege rückt sich in den Fokus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 12.06.2017
Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling zeigte sich stolz, dass mit Agricon eine Firma aus seiner Gemeinde im Mittelpunkt der Entwicklung steht. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Anzeige
Lommatzsch/Ostrau

Bei einem ganztägigen Symposium wie am gestrigen Freitag in Lommatzsch, ist gutes Essen und Trinken essentiell, um all die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Gespräche aufmerksam zu überstehen. Die Organisatoren vom Förderverein Lommatzscher Pflege aber sahen das Essen anlässlich 500 Jahre Lommatzscher Pflege auch als inhaltlichen Bestandteil der Veranstaltung. „Das ist eine bewusste Entscheidung: Wenn wir eine Konferenz machen, dann wollen wir vom Saft übers Wasser bis zum Essen zeigen, was von hier kommt“, erklärte Lommatzschs Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP). Da gab es Lommatzscher Bauernschinken, Apfelkompott von einer Lommatzscher Streuobstwiese und Kartoffeln und Quark mit Erdäpfeln aus Pulsitz – alles angerichtet von der Lommatzscher Fleischerei Münch.

Mehr Regionalität geht kaum und sollte zeigen, was die Region zwischen Ostrau und Klipphausen alles kann. „Wir wollen mit der Veranstaltung in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, denn wir empfinden uns etwas als vergessenen Raum“, meinte Maaß und erklärte: „Ich habe mitunter den Eindruck, dass es selbstverständlich ist, dass Landwirtschaft betrieben wird. Dabei werden unsere Bedürfnisse vergessen. Ländlicher Raum und Landwirtschaft werden nicht mehr im Einklang finanziert. Stadt und Land und Landwirtschaft und ländlicher Raum sollten mehr ineinander greifen“, forderte sie am Rande der Veranstaltung.

Mit der Teilnahme von Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU), des Sächsischen Landwirtschaftsministers Thomas Schmidt (CDU) und des Europaabgeordneten Peter Jahr (CDU) hatte Maaß für die gewünschte breite Öffentlichkeit gesorgt. Der Saal im Lommatzscher Schützenhaus war mit mehr als 200 Gästen prall gefüllt. Neben den Einzelvorträgen zu Themen wie Bioenergiedorf oder Digitaler Pflanzenbau sorgten die Podiumsdiskussionen für große Aufmerksamkeit.

Befragt zu seiner Vorstellung von der Zukunft der Landwirtschaft, sagte Peter Jahr: „Der Landwirt verdient Geld, es gibt einen Wirtschaftskreislauf im ländlichen Raum und wir schonen die Umwelt.“ Wolfgang Vogel, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, mahnte, dass es mit Regionalität allein nicht getan sei. „Das ist eine Nische. Es muss auch einen Markt außen geben, an den ich etwas verkaufen kann.“

Aus dem Publikum kamen mehrfach kritische Nachfragen, beispielsweise zu den immer größer werdenden Landwirtschaftsmaschinen. „Bei den Maschinengrößen haben wir eine Stufe erreicht, über die wir nicht mehr drüber können, eher sogar wieder darunter gehen“, entgegnete Landwirtschaftsminister Schmidt.

Einig war man sich in der Frage der Nachwuchsgewinnung. „Wir müssen in die Schulen, die Schüler auf den Traktor lassen. Mit der Agricon-Technik fahren wir auf zwei Millimeter genau, da kann nicht viel passieren“, meinte der Lommatzscher Landwirt Wolfgang Grübler, der das Jahnaer Unternehmen mehrfach in seinen Redebeiträgen erwähnte. Das wiederum freute Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) im Publikum. „Ich bin stolz , wenn es hier um Zukunftstechniken geht, die wir mit der Firma Agricon schon bei uns haben“, sagte er. Ostrau identifiziere sich trotz Randlage mit der Lommatzscher Pflege und freue sich, dass die Gelegenheit genutzt wurde, die Dachmarke bekannter zu machen.

Von Sebastian Fink

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Döbeln Manege frei in Leisnig - Vom Schulkind zum Zirkusartist

Knapp eine Woche lang liefen die Proben. Dann ging es für die Leisniger Grundschüler in die Manege. Nicht als Zuschauer, sondern als Artisten traten sie dort in Aktion. Am Freitag konnten sich die Eltern und auch andere Leisniger davon überzeugen, wie gut die Grundschüler in der Zirkus-Umgebung ihre Aufgaben meistern. Was sie dort zeigen, basiert zu 99 Prozent auf eigener Leistung.

12.06.2017

Für fünf Euro von Großweitzschen nach Leipzig inklusive Zooeintritt: Dank großzügiger Sponsoren wurde der Ausflug für 82 Grundschüler zum Schnäppchen. Dazu lernten die Kinder in einer Woche fächerverbindendem Unterricht fast alles über die Welt der Tiere und deren besondere Eigenschaften.

11.06.2017

Das Brunnenfest wird zum 20. Mal in Hartha gefeiert. Das bedeutet: Der von wasserspeienden Lurchen gesäumte Brunnen hat schon so viele Jahre auf dem Buckel. Ist es heiß, planschen gern Kinder darin. Zum Brunnenfest an diesem Wochenende ist das wieder möglich. Der runde Brunnenfest-Jahrestag geht jedoch ohne den Brunnenschöpfer über die Bühne.

09.06.2017
Anzeige