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Döbeln Luftige historische Feiermeile in der Altstadt
Region Döbeln Luftige historische Feiermeile in der Altstadt
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09:53 27.08.2018
Leckeres und Heilsames wird beim Altstadtfest aus dem Bauchladen verkauft. Quelle: Gerhard Schlechte
Leisnig

Das 22. Burg- und Altstadtfest war ein Fest der Testläufe, das gleichzeitig mit einigen festen Größen aufwartete. Das bot einigen Gesprächsstoff am Rande von allerlei kurzweiliger Kultur und kurzweiliger Unterhaltung.

Jedoch von vorn: Der Eröffnungsfreitag bot sowohl auf dem Burghof als auch am Kirchplatz die Chance zum Verweilen und Schauen. Das Burghofangebot blieb jedoch von den Festgästen weitgehend unbemerkt.

Was verschiedener Ursachen gehabt haben kann: Die Neugier auf das erstmalige Rock-Event an der Kirchplatzbühne mit dem Beat Club Leipzig mag viel dort hi gezogen haben. Zudem: Da die Akteure der Handwerkerstraße der Logik der Dinge gehorchend nachts ihre Stände schlossen, mutet der Weg zur Burg etwas düster und menschenleer an.

Nach der Eröffnung durch den Bürgermeister wurde es auf dem Burghof still. Am Sonnabend belebte sich das Fest. Die Auswahl an großen und kleinen Festen in der Umgebung war groß, was dazu geführt haben mag, dass von außerhalb weniger Gäste vorbei schauten. Das große Fest-Gedränge blieb aus.

An den neuralgischen Punkten war trotzdem immer etwas los. Der zweite Festtag, am Sonnabend, war so ein Moment des durchaus berechtigten Vergleichs: Ist es ohne große Bühne am Burglehn nun wirklich so unerträglich?

Das Positive an der Lösung: Vorm Stiefelmuseum entsteht ein kleiner Platz, wo Zuschauer auf Tuchfühlung gehen können mit Straßenkünstlern so wie Jongleuren, Gauklern, Musikanten – keine so schlechte Lösung. Auch Musik hat es am Burglehn immer gegen. Dafür sorgte der Müller Hans-Hermann Schleußner mit Disco-Musik.

Und: Auch wenn es nicht das riesige Gedränge auf der Tanzfläche gab, nutzten auf dem Weg zwischen Markt und Burg einige Festgäste die Möglichkeit, sich die Füße etwas locker zu tanzen. Vor allem: Wer in Leisnig vom stets windigen Burghof kommt, muss sich danach erst mal wieder warm tanzen.

Der Burghof gehört zu den Orten des Festes, der mit der neuen Bühnenkonzeption gewonnen hat. Der Sonntag, mit dem Gottesdienst und anschließendem Chorkonzert lockte durchaus schon Gäste an. Mit der Liedertafel aus Colditz, dem Volkschor Waldheim, dem Ensemble Einklang aus Burgstädt, der Chorgemeinschaft Frischauf Roßwein und den Gastgebern vom Frauenchor Leisnig wurde ein anspruchsvolles Programm geboten – nach dem Gottesdienst auf gleicher Bühne musste das Publikum schon warm angezogen sein. Windgeschützt der Musik vom Posauenchor auf dem Burglehn zu lauschen, zogen manche Gäste trotzdem vor. Dem Burglehn tat das gut. Münz-Prägung, Stiefelpräsentation und hin und wieder Aufführungen von Künstlern – zu sehen und zu erleben gab es immer etwas. Das Burg- und Altstadtfest mag einen spürbar kleineren Rahmen gehabt haben in diesem Jahr. Seinen individuellen Charme und seine Liebenswürdigkeit als Stadtfest der Bürger für die Bürger hat es sich jedenfalls bewahrt.

Von Steffi Robak

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