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Döbeln MRB lässt Reisende nach Döbeln stehen
Region Döbeln MRB lässt Reisende nach Döbeln stehen
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09:49 28.09.2018
Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) – hier mit Zügen in Grimma – hatte am Donnerstag noch Probleme mit dem Schienenersatzverkehr. Quelle: Frank Schmidt (Archiv)
Döbeln

Donnerstagmorgen, erster Tag, an dem auch die Zuglinie RB 110 zwischen Leipzig und Döbeln, die von der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) betrieben wird, von der Vollsperrung des Leipziger Hauptbahnhofs betroffen ist. Und im morgendlichen Pendlerverkehr in Richtung Döbeln kommt es gleich zu einem Faux-pas: Der zwischen Leipzig Hauptbahnhof und Borsdorf eingesetzte Bus als Schienenersatzverkehr (SEV) kommt fünf Minuten zu spät am Borsdorfer Bahnhof an.

Keine Überraschung, nachdem der Busfahrer bereits bei der Abfahrt in Leipzig nach Reisenden im Bus gefragt hatte, die ihm den Weg aus der Stadt weisen könnten, da er die Strecke länger nicht gefahren sei. Eine Überraschung für die rund 20 Reisenden in Richtung Grimma und Döbeln ist dagegen, dass der ab hier bereitgestellte Zug nicht mehr da ist.

Zug wartet nicht auf SEV

Pünktlich zur Abfahrtszeit um 8.19 Uhr hat er sich offenbar auf den Weg gemacht – ohne Fahrgäste, wie nach minutenlangem Warten von der Service-Hotline zu erfahren ist. Unverständnis bei den Reisenden. „Der Zug muss doch warten. Sonst brauche ich ja auch keinen Schienenersatzverkehr zu organisieren“, erregt sich eine Mitreisende.

Es bleibt nichts übrig, als auf den nächsten Zug um 9.19 Uhr zu warten. Der läuft glücklicherweise schon rund 40 Minuten vor Abfahrt in Borsdorf ein, so dass die Fahrgäste zumindest nicht auf dem kalten Bahnsteig warten müssen.

Keine Kommunikation zwischen den Fahrern

Aus der Presseabteilung sind zur Ursache des Missgeschicks nur Mutmaßungen zu erfahren. „Wenn wir auf Reisende warten sollen, müssen wir dafür bei der DB Netz AG anfragen. Eventuell hat sie die Freigabe verweigert, vielleicht weil ein folgender Zug kam“, erklärt Thomas Kleinrensing, Mitarbeiter der Pressestelle. „Eigentlich soll der Zug aber warten. Wir geben das an die Leitstelle weiter“, sagt er.

Ein Gespräch mit MRB-Mitarbeitern bringt mehr Licht ins Dunkel: „Wenn wir keine Info haben, ob der Bus verspätet kommt oder schon da war, fahren wir pünktlich ab“, ist zu erfahren. Auch, dass Lokführer und Zugbegleiter nicht die Handynummern der Busfahrer haben und umgekehrt. Absprachen sind dadurch nicht möglich.

Busse schaffen es nicht pünktlich

9.19 Uhr: Der Lokführer startet den Dieselzug. Die nächsten SEV-Gäste sind noch nicht in Sicht. Erst fünf Minuten später – wie schon eine Stunde zuvor – tauchen sie aus der Bahnsteigsunterführung auf. Diesmal wartet der Zug – und die Kommunikation funktioniert auf althergebrachte Weise: Der Busfahrer gibt vom Bahnsteig gegenüber dem Lokführer per Handzeichen das Signal, dass nun alle seine Fahrgäste am Zug seien. Der Zug rollt los – die Verspätung holt er bis Döbeln wieder auf.

Von Sebastian Fink

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