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Döbeln Männer lieben ihren Feiertag
Region Döbeln Männer lieben ihren Feiertag
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23:42 09.05.2013

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"Schreib bloß nicht, dass der Männertag zum Familientag wird", sagt Gerd Witzke. Seit Jahren ist er mit seiner Männertruppe unterwegs. Ach was, seit Jahrzehnten. "Wir sind jedes Jahr woanders, diesmal an der Mulde bei Leisnig", sagte der Mann, der mit gut 20 anderen Bierliebhabern einen mehreren kilometerlangen Fußmarsch vor sich hatte. "Wir haben schon einen Stopp in Klosterbuch eingelegt. Einfach herrlich", sagt er. Ein bisschen schwingt Angst in seiner Stimme mit. Die Angst davor, dass sich seine Frau der eingeschworenen Wandertruppe anschließen will. "Wir brauchen den einen Tag ohne unserer Frauen", erklärt er. Und sicher auch das ein oder andere Bier als Wegzehrung. "Also ich bin jedes Jahr mit meiner Frau und meinen Kindern mit dem Rad unterwegs", sagt Wolfgang Herrlich. Aus Leipzig kommt er mit seiner Familie. Einfach mal ein paar Stunden abschalten will er. Auch im Gedränge in Westewitz in der Muldentalklause. Dort treffen sich sich jedes Jahr Heerscharen von Männern. Und auch Frauen. "Ich will nur mal sehen, was die Männer so hier alles machen", sagt Maja, gerade mal 17 Jahre jung und mit drei ihrer Freundinnen auf Achse. Ihr Freund ist auch mit seine Kumpels auf Tour. "Da werde ich doch nicht Zuhause bleiben", sagt das junge blonde Mädchen und bestellt sich eine Cola.

"Es ist Wahnsinn, wie viele Truppen hier im Muldental unterwegs sind", sagt Frank Bremer. Er schaut auf den Fluss und den vorbeifahrenen Schlauchbooten zu. "Keine schlechte Idee", sagt er und ruft ein paar derbe Sprüche aufs Wasser. Die passenden Antworten bekommt er zurück. Das gehört irgendwie zum Männertag dazu. Überall friedliche Feierstimmung. Auch bei Chris, Erik, Niklas. Sie rollen mit ihrem Cabrio von einem zum nächsten Männertreffen. Allerdings sitzt nur einer von ihnen im Auto. Die anderen zwei lümmeln auf der Kofferraumklappe oder stehen auf dem Hintersitz und halten sich am Überrollbügel fest. "Ich weiß schon, ist bestimmt verboten. Hoffentlich kommt keine Polizei", sagt Chris und will mal lieber seinen Nachnamen nicht nennen. Er schwört aber Bein und Stein, dass er noch keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken habe. "Er ist unser Fahrer", grölt Niklas, schon nicht mehr ohne Alkoholverfolgungsschatten unterwegs. Irgendwie steckt eben in jeden Mann doch noch ein bisschen Kind. Aber nur bis heute. Dann hebt nämlich der Kater die Schädeldecke. Der Männertag bleibt eben unvergessen

H. Stets

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