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Döbeln "Man muss die Feste feiern wie sie fallen"
Region Döbeln "Man muss die Feste feiern wie sie fallen"
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23:00 11.02.2014

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Doch die Existenz der Mannschaft in der Kreisoberliga ist vom ersten Spieltag an bedroht. Bescheiden lief auch der Start der Roßweiner, nur langsam findet die Arnold-Truppe in die Spur. Am besten in Gang gekommen war der Aufsteiger: Aufbau Waldheim schloss die Hinrunde als bestes der drei Teams auf Rang zwölf ab.

Auch wenn er nicht unzufrieden mit dem Verlauf der ersten Halbserie ist, Aufbau-Trainer Enrico Ueberschär weiß, dass noch ein paar Punkte mehr drin gewesen wären - wenn, ja wenn die Verletzungsmisere in seiner Mannschaft nicht zugesetzt hätte. Mit 4:0 gegen Groitzsch und einem 1:1 gegen Kitzscher hatten sich die Waldheimer vier Punkte aus zwei Spieltagen geholt, keine schlechte Bilanz. Dann schlug das Verletzungspech zu und Trainer Ueberschär konnte fortan kein Spiel mehr mit ein und derselben Mannschaft bestreiten. Für den Aufsteiger eine kaum lösbare Situation, Leistungsträger wie die Leimner-Brüder, Winkler oder Wlotzka verlustfrei zu ersetzen. "Auch in der Kreisoberliga wird teilweise nicht der schlechteste Fußball gespielt."

Inzwischen sind die Waldheimer auf dem zwölften Platz angekommen, die Vorbereitung konnte nicht ganz so intensiv wie zuletzt gestaltet werden - "Arbeit geht immer vor." Doch dass sie den Klassenerhalt schaffen, davon geht Ueberschär fest aus. Einige Langzeitverletzte sind zurück, Rico Bebersdorf allerdings fällt komplett aus - er hat sich den Mittelfuß gebrochen.

Auch bei Liga-Kollege Roßweiner SV gibt es kaum personellen Veränderungen. Mit Carsten Gärtner, der weggezogen ist, haben die Roßweiner einen Spieler verloren. Mit Michael Engler hat die Arnold-Elf einen Spieler gewonnen, der vor der Winterpause auch schon Kreisoberliga gespielt hat - beim ESV Lok Döbeln. Zumindest ein kleines Müh hat sich Engler verbessern können, denn während der ESV Lok Döbeln mit nach wie vor null Punkten vom zweiten Spieltag an die Rote Laterne trägt, liegen die Roßweiner zumindest einen Platz höher. Vom siebenten Spieltag an gehört der 15. Rang dem RSV, doch das, so Trainer Jens Arnold muss anders werden. Die Hoffnung, mit dem Klassenerhalt aus dieser Saison zu gehen, haben die Roßweiner jedenfalls noch nicht aufgegeben. Zumindest haben sie ihre letzten beiden Spiele gewonnen - ein erster Schritt, um endlich aus der Niederlagenmisere zu gelangen.

Begonnen hat die Saison "weiß Gott bescheiden", so Arnold, "wir hängen unseren eigenen Ansprüchen gewaltig hinterher." Dass es auch in seiner Mannschaft viele personelle Ausfälle gegeben hat, will der Trainer nicht als Entschuldigung für das unterdurchschnittliche Abschneiden gelten lassen, wenngleich es eine Rolle gespielt hat. "Es macht sich in einem kleinen Kader schon bemerkbar."

Dabei ist es nicht so, dass die Roßweiner keine Tore geschossen hätten. Das haben sie - ein paar mehr sogar als die Waldheimer. Größtes Manko der RSV-Elf ist deren Defensive und an der habe man in der Vorbereitung hart gearbeitet." Es wird sicher nicht alles gleich klappen, was wir probiert haben, aber ich denke schon, dass wir die Rückrunde erfolgreicher gestalten werden." Das Nachholespiel am kommenden Sonnabend gegen Groitzsch passt Arnold zwar nicht so richtig in den Vorbereitungs-Kram, aber "man muss die Feste feiern, wie sie fallen." Gut wäre es, wenn die Roßweiner nicht mehr nur 60 Minuten ordentlich Fußball spielen, sondern 90 Minuten. Im letzten Spiel vor der Pause in Kitzscher hat die Mannschaft gezeigt, dass sie das kann. "Dort hat alles gepasst, alle haben Gas gegeben und bis zum Schluss konzentriert gearbeitet."

Die rechte Konzentration scheint dem ESV Lok Döbeln noch zu fehlen, dessen Bilanz nach der ersten Halbserie jenseits von Gut und Böse ist. Mit 3:81 Toren scheinen schon jetzt alle Messen für die Dressel-Elf gelesen, es ist kaum anzunehmen, dass das Team in der Rückrunde mit großen Überraschungen aufwarten kann und wird. Dem Schlusslicht bleibt nur eins: Die Saison einigermaßen würdevoll zu Ende zu spielen und sich nicht komplett zum Kanonenfutter zu machen.

Manuela Engelmann

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