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Mann über Bord auf Talsperre Kriebstein

Mann über Bord auf Talsperre Kriebstein

Von April bis Oktober wird die Talsperre Kriebstein durch die Wasserwachten Döbeln und Hainichen abgesichert. Bootsfahrer und Schwimmer, Schauspieler auf der Seebühne wie auch Wassersportler leben ein wenig sicherer durch die ehrenamtliche Arbeit der Wasserwacht.

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Beim Tag der offenen Wasserwacht präsentierten die Rettungsschwimmer ihre Arbeit. Richard (rechts) und Sven Nestler boten Fahrten im Rettungsboot an.

Quelle: jss

Am Wochenende hatte die Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Arbeit der rettenden Schwimmer kennenzulernen.

 

"Unser Verein gehört zur Rettungswache Döbeln-Hainichen und ist eine Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes", erklärt Kati Dugas, Leiterin der Wasserwacht. "Wir haben derzeit 65 Mitglieder." Um als Rettungsschwimmer eingesetzt zu werden, muss man allerdings 16 Jahre alt sein - viele der jüngeren Mitglieder werden darum allmählich angelernt bis sie ihren ersten Dienst absolvieren dürfen. Die Dienste sind freiwillig und ehrenamtlich.

 

Richard Nestler ist bereits seit zehn Jahren bei der Wasserwacht und leistet mittlerweile auch selbst freiwillig Wochenenddienst in Höfchen. Im Heim der Wasserwacht übernachtet er dann und sichert Sonnabend und Sonntag den See ab - gemeinsam mit mindestens einem weiteren Rettungsschwimmer und Bootsführer.

 

Der 18-Jährige kam vor allem durch seinen Vater, Sven Nestler, zu dieser Berufung. Dieser ist ebenfalls seit vielen Jahren bei der Wasserwacht und sorgt zudem in umliegenden Bädern für die Sicherheit. "Anderen zu helfen, präsent zu sein und im richtigen Moment zu wissen, was zu tun ist - das macht meine Arbeit aus", erklärt Richard. Es sei ihm eine Ehre, den ehrenamtlichen Dienst zur Rettung von Menschenleben abzuleisten.

 

Der Tag der offenen Rettungswache fand an diesem Wochenende zum ersten Mal statt. Kati Dugas ist zufrieden mit dem Ergebnis und zieht auch eine Wiederholung in Erwägung. "Aus persönlichen Gesprächen mit Eltern jüngerer Mitglieder wurde mir klar, dass viele keine Vorstellung des Wochenendeinsatzes hier an der Talsperre haben", so Dugas. Darum wurden Verwandte, Freunde und Bekannte der angehenden Rettungsschwimmer eingeladen, sich ein Bild vom Einsatz am See zu machen. Fahrten im Rettungsboot inklusive. Auch diverse Übungen wie etwa die Über-Bord-Übung mit Menschenrettung oder die Rettung mit Ruderboot wurden vorgeführt. Diese Übungen sind natürlich beim regelmäßigen Training im Döbelner Stadtbad nicht möglich.

 

Bei der Sicherung an der Talsperre gab es in diesem Jahr bisher nur kleinere Einsätze. In der Regel ist es vor allem Aufgabe der Wasserwacht, Verletzte an einen vereinbarten Übergabeort zu bringen, an den der Rettungsdienst gerufen wird. Dennoch gehören zum regelmäßigen Training der Rettungsschwimmer auch Erste-Hilfe-Maßnahmen.

 

Ein neuer Lehrgang für Rettungsschwimmer findet ab Januar 2016 im Döbelner Stadtbad statt. Für den viermonatigen Lehrgang benötigt man gute Schwimmfähigkeiten, ein ärztliches Attest, muss mindestens zwölf Jahre alt sein und Spaß am Schwimmen und Helfen haben. Der Kurs findet in den Abendstunden statt und beinhaltet sowohl Theorie zur Ersten Hilfe und Wasserrettung, als auch Praxis wie Schwimmen, Tauchen und Retten.

 

© Kommentar

 

Weitere Informationen bietet das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Döbeln-Hainichen, e.V. unter der Internetadresse www.drk-ov-doebeln.de.

Judith Schilling

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