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Döbeln Marbach schafft Stellplatz für fahrende Händler
Region Döbeln Marbach schafft Stellplatz für fahrende Händler
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17:07 13.03.2019
Mit Mitteln auf dem Förderprogramm Landaufschwung Ost finanziert wurde ein neuer Stellplatz für die fahrenden Händler in Marbach. Quelle: Marbach
Marbach

Marbachs Ortschaftsrat hat Nägel mit Köpfen gemacht, und mit Hilfe von Mitteln aus dem Förderprogramm „Landaufschwung“ die Dorfmitte aufgewertet. Profitieren davon können nicht nur die Einwohner des Dorfes, sondern auch die fahrenden Händler, für die eine Standfläche mit Stromversorgung angelegt wurde.

In den vergangenen Monaten hat der Ortschaftsrat mit der Unterstützung von Mitgliedern des Jugendclubs, des Jugendrotkreuz und des Heimatvereins über 100 Stunden Eigenleistung erbracht, um auf dem Innenhof vor dem Bürgerhaus eine Standfläche mit Stromversorgung für die durch das Dorf fahrenden mobilen Händlern zu schaffen. Dafür wurden finanzielle Mittel in Höhe von knapp 9 500 EUR über das Bundesprogramm „Landaufschwung“ eingeworben. Diese deckten 80 Prozent der Kosten. Die übrigen Mittel wurden aus dem Budget des Ortschaftsrates und über Eigenleistungen erbracht.

Entstanden ist eine wasserdurchlässige geschotterte Standfläche und befestige Flächen zur Gewährleistung der Ein- und Ausfahrt. Weiterhin wurde eine Elektrozuleitung verlegt und eine Stromversorgungssäule installiert.

Der gewählte Standort bot sich an, da sich dieser im Fußgängerbereich, in direkter Nachbarschaft von Sparkasse, Physiotherapie, Arztpraxis, Vereinshaus und Seifenmanufaktur befindet.

Die Notwendigkeit dafür sah der Ortschaftsrat, weil in der Vergangenheit oft Einfahrten, Busbuchten oder Parkplätze durch die Verkaufswagen blockiert wurden. Neben den damit einhergehenden Problemen wurde auch oft die zu geringe Standzeit bemängelt, um zum Beispiel neue Kunden anzulocken. Ortschaftratsmitglied Daniel Zimmermann betonte, dass durch die Unterstützung der fahrenden Händler, die ortsansässigen Versorger nicht benachteiligt oder gar verdrängt werden sollen. Die Versorgung der Anwohner mit Waren des täglichen Bedarfs wird damit organisierter durchgeführt und zugleich die Angebotsvielfalt gesteigert. Außerdem sind die fahrenden Händler in der Regel ebenfalls Handwerker aus umliegenden Orten und deren Angebot steht weniger in Konkurrenz, als die Industrieprodukte der Supermärkte, die aufgrund des Preisunterschiedes dem ansässigen klassischen Bäcker- und Fleischerhandwerk eher das Leben schwermachen.

Den Händlern legte der Ortschaftsrat nahe, die Verkaufszeiten am neuen Standort zukünftig auszudehnen, um so den Anwohnern so mache Fahrt zum Supermarkt zu ersparen. Zu dem Anfang April geplanten Frühjahrsputz sollen die angrenzenden Grünflächen deutlich aufgewertet werden. Damit soll der neue Standort auch für die Käufer, neben freiem WLAN, Park- und Unterstellmöglichkeiten sowie der nahen Bargeldversorgung, schon fast ideale Einkaufbedingungen bieten.

Von Manuela Engelmann-Bunkö

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