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Döbeln Marion Sommerfeldt ist neue Chefin der Döbelner Tafel
Region Döbeln Marion Sommerfeldt ist neue Chefin der Döbelner Tafel
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00:21 04.08.2017
Jens Fischer, Manuela Kunze und Heinz Eckert (v.l.) sind das Team der Döbelner Tafel, das am Dienstag in Waldheim Waren an Bedürftige ausgab. Quelle: Foto: Dirk Wurzel
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Döbeln

Am Dienstag startete die Döbelner Tafel in einer neuen Struktur und unter neuer Leitung. Das Netz-Werk Mittweida, das auch die Tafel in Mittweida betreibt, hat seit dem 1. Juli die Döbelner Tafel von der Arbeiterwohlfahrt übernommen und betreibt diese wichtige Institution nach dem Rückzug der Awo als neuer Träger weiter. Doch eine wichtige Änderung gab es gestern: Elvira Illgen, die der Tafel in Döbeln seit 17 Jahren ein Gesicht gab, ist nicht mehr an Bord. Die 61-jährige Mitbegründerin und ehemalige Leiterin der Tafel in Döbeln und der neue Träger haben sich per Kündigung voneinander getrennt. Näheres ist zu der Personalie „mit Rücksicht auf alle Beteiligten“ nicht zu erfahren. Geleitet wird die Döbelner Tafel ab sofort von Marion Sommerfeldt. Die Koordinatorin beim Netzwerk Mittweida ist auch für die Tafel in Mittweida mit ihren Außenstellen zuständig. „Die Tafel bleibt in der Region Döbeln ein wichtiger sozialer Ort. Das Angebot läuft seit Juli nahtlos weiter, so dass in der Versorgung keine Lücken entstanden sind“, sagt Romy Richter, Mitarbeiterin des Netzwerkes Mittweida. Durchschnittlich 750 Familien suchen die Tafel in Döbeln regelmäßig auf. Sie werden auch künftig weiter mit kostengünstigen Lebensmitteln versorgt.

Ansonsten hat das Netz-Werk Mittweida die Tafel am bisherigen Döbelner Standort an der Bahnhofstraße einschließlich der Fahrzeuge, der Räume und der Kühltechnik übernommen. Zum 1. Juli startete ein fünfköpfiges neues Team, das von der Arbeitsagentur getragen wird. „Wir müssen damit leben, dass diese Mitarbeiter voraussichtlich aller sechs Monate wechseln werden“, sagt Romy Richter vom Netzwerk Mittweida.

Die Außenstellen der Döbelner Tafel in Roßwein, Hartha und Waldheim bleiben erhalten. Gestern waren die Mitarbeiter zur Ausgabe der Waren in Waldheim. Montags in Roßwein, dienstags in Waldheim und donnerstags in Hartha gibt die Döbelner Tafel jeweils von 13 bis 14 Uhr ihre Waren an Bedürftige vor Ort aus. In Döbeln ist donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr Ausgabe. Ebenso künftig auch am Freitag von 11 bis 12 Uhr.

Die Arbeitskräftesituation bleibt bei der Tafel auch weiter angespannt. Auch der aus zwei älteren Transportern bestehende Fuhrpark ist in die Jahre gekommen und reparaturintensiv.

Am 1. Dezember 2016 hatte der Vorstand des AWO-Kreisverbandes Mulde-Collm die Schließung der Döbelner Tafel und der Tafel in Grimma beschlossen. Als Grund wurden dafür personelle Probleme genannt. Weil sich die Rahmenbedingungen geändert hätten, sei es der AWO als Träger nicht mehr möglich gewesen, genügend Unterstützung durch Maßnahmeteilnehmer für die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin der Döbelner Tafel zu stellen. Das war auch der Grund, warum Elvira Illgen jahrelang ohne Vertretung und ohne Urlaub den Betrieb aufrecht erhalten musste.

Der Oberbürgermeister der Stadt Döbeln, Hans Joachim Egerer, hatte Tafel-Chefin Elvira Illgen im vergangenen Jahr in der Kategorie „Gute Seele“ für den Heimatpreis „Goldener Stiefel“ vorgeschlagen, den Döbelner Allgemeine Zeitung, Kreissparkasse Döbeln und Landratsamt Mittelsachsen verleihen.

Von Thomas Sparrer

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