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Döbeln Marke Sachsenobst soll Bio-Marktführer werden
Region Döbeln Marke Sachsenobst soll Bio-Marktführer werden
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10:15 12.07.2017
Jan Kalbitz und Mathias Möbius wollen für die Marke Sachsenobst der Obstland Dürrweitzschen AG nicht weniger als die Marktführerschaft. Quelle: Steffi Robak
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Dürrweitzschen

Die zukunftsweisenden Entscheidungen für die Obstland Dürrweitzschen AG treffen seit dem 1. Juli Mathias Möbius und Jan Kalbitz. Die Vision lautet: Die Marke Sachsenobst soll eines Tages vom Verbraucher als Bio-Marke wahrgenommen werden. Das Ziel: Die Marktführerschaft in Mitteldeutschland bei Frischobst und Säften aus dem Obstland.

Wie sich die beiden Männer das vorstellen, erläutert Möbius: „Sachsenobst muss als Marke stärker sichtbar werden.“ Die Zeit sei heute reif im Vergleich zu vor etwa zehn Jahren. Der Verbraucher fokussiere verstärkt auf Bio-Qualität und Regionalität. Kalbitz dazu: „Das ist es, was das Unternehmen gut kann. Das als Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten, darauf muss es uns ankommen.“

Neu: Vorstandssprechtag für Mitarbeiter

Die Weichen sind zudem gestellt, Bio-Produkte aus dem Ökofeldbau zu vermarkten. „Ökologischer Landbau entspricht ebenso unseren Wertevorstellungen wie auch Energie-Effizienz und bewusster Umgang mit Ressourcen“, so Möbius. Das werde sich nicht schlagartig, jedoch dort, wo es machbar ist, nach und nach entwickeln. Diesen Wandel wollen die beiden neuen Vorstände maßvoll begleiten und moderieren, ohne das Unternehmen auf den Kopf zu stellen.

Eine neue Facette des unternehmensinternen Umgangs mit den 370 Mitarbeitern schrieben sich Kalbitz und Möbius ebenfalls auf die Fahnen: Es soll einen regelmäßigen Vorstandssprechtag geben, in welchem zeitlichen Intervall, das werde sich noch ergeben.

Verarbeiter wollen Bio-Erzeugnisse

Das Unternehmen bewirtschaftet derzeit zirka 2400 Hektar Fläche, 900 Hektar davon im Ackerbau. Ein Drittel davon werde derzeit auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Wie Möbius schildert, signalisiert die Nachfrage weiterverarbeitender Unternehmen und potenzieller Vermarkter, dass die Verbraucher diese Erzeugnisse zunehmend nachfragen. Entsprechende Vorstudien seien laut Kalbitz in den vergangenen Jahren bei der Obstland Dürrweitzschen AG bereits vielversprechend verlaufen.

Seniorchefs leiten noch Gesellschafterversammlungen

Zwar bringt im Biolandbau die Feldfrucht mengenmäßig weniger Ertrag. Doch sei die Wertschöpfung pro Hektar in Form erzielbarer Erlöse signifikant höher. Der Grund: Für Bio-Qualität zahlt der Verbraucher mehr. Bekommt er das Produkt aus der Region, muss er es nicht beim Discounter kaufen. Aus derartigen Überlegungen speist sich die neue Obstland-Strategie.

Der 39-jährige Möbius und sein 37-jähriger Mitstreiter haben ihr Gepäck für den Neustart geschnürt. Formaljuristisch sind die früheren Seniorchefs Gerd Kalbitz und Heiner Hellfritzsch bis Ende August mit in der Verantwortung. Sie werden auch noch die Gesellschafterversammlungen führen. Danach ziehen sie sich vollständig aus dem Geschäft zurück. Jan Kalbitz: „Sie wollen ab jetzt keine zukunftsweisenden Entscheidungen mehr treffen.“

Von Steffi Robak

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