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Martin Schulz: Hoffen auf einen milden Pazifik

Martin Schulz: Hoffen auf einen milden Pazifik

Eine lange Reise ist Martin Schulz gestern angetreten - um Weltmeister zu werden. Vielleicht. Zumindest hat der Döbelner bei der Paratriathlon-Weltmeisterschaft in Auckland/Neuseeland durchaus berechtigte Chancen auf den Titel in seiner Kategorie.

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Spektakulärer Zielsprung in Eilat zur EM. Dort siegte Martin Schulz, jetzt tritt der Paratriathlet bei der Weltmeisterschaft in Auckland an.

Quelle: triathlon.org.il

Döbeln. Vier deutsche Paratriathleten sind für die Weltmeisterschaft nominiert, Martin Schulz, der gerade erst als Schwimmer bei den Paralympics in London am Start war, ist einer von ihnen. Nach seinem überragenden Sieg bei der Paratriathlon-Europameisterschaft in Eilat/Israel im April dieses Jahres führt der ehemalige Sportgymnasiast, der zurzeit bei den Stadtwerken Leipzig eine vom Olympiastützpunkt unterstützte Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert, die inoffizielle Weltrangliste an. Er ist fit und ein Medaillenplatz ist definitiv sein Ziel.

Starten wird Martin Schulz in der Klasse Tri4, die bei den Männern mit 17 Athleten am stärksten besetzte Kategorie. Sechs Startklassen gibt es, je nach Behinderung werden die Athleten eingeteilt. In Eilat siegte der 22-jährige Triathlon-Neuling mit drei Minuten Vorsprung. 1:00:35 Stunde brauchte Martin Schulz für 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad und fünf Kilometer Lauf. "Diesmal sind noch zwei andere sehr gute Europäer mit am Start, die zur EM nicht dabei waren", sagt der junge Mann, der in Döbeln das Schwimmen gelernt hat und jetzt beim Behindertensportverein Leipzig trainiert, und ist gespannt.

Martin Schulz hofft auf gute Bedingungen in Auckland, wo die Paratriathlon-WM, im Rahmen der Weltmeisterschaften der Elite- und Altersklassen-Triathleten, ausgetragen wird. In seinem Fall wäre das eine tatsächlich 750 Meter lange Schwimmstrecke. "Sollte der Pazifik unter 16 Grad Temperatur haben, könnte es sein, dass die Schwimmdistanz gekürzt wird. Und das käme mir natürlich nicht so entgegen." Als Schwimmer unter Triathleten ist Martin Schulz im Wasser von Haus aus nahezu unschlagbar, kann dort einen großen Vorsprung herausholen. Und das ist immer gut für den Rennverlauf.

Heute Abend wird er Auckland erreichen, wo jetzt gerade Frühling ist und mit 17 bis 20 Grad recht milde Temperaturen herrschen. Nur vier Tage bleiben ihm dann bis zu seinem Start am Montag (2.15 Uhr MEZ), um sich zu akklimatisieren. "Das ist nicht viel."

Für Martin Schulz ist aus sportlicher Sicht in diesem Jahr eine Wende eingetreten. Seine Zukunft, sagt der 22-Jährige, sieht er im Triathlon. Bislang war er national und international als Schwimmer aktiv - zuletzt bei den Paralympics. Erst in diesem Jahr hat er das internationale Paratriathlon-Parkett betreten und wird es wohl so schnell nicht wieder verlassen. Ab kommendem Jahr wird Martin Schulz aller Wahrscheinlichkeit nach sogar für das Mitteldeutsche Triathlonteam in der 2. Bundesliga starten - als erster und einziger Athlet mit einer Behinderung. "Die wollen mich haben", sagt er und freut sich auf die neue sportliche Herausforderung, auch, wenn er noch nicht unterschrieben hat. "Wir müssen erst noch das Reglement abchecken, aber ich denke, es wird so werden." Manuela Engelmann

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