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Döbeln Maschinenbauer Cotesa schafft über 100 Arbeitsplätze in Mochau
Region Döbeln Maschinenbauer Cotesa schafft über 100 Arbeitsplätze in Mochau
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Die Firma Cotesa – Zulieferer für die A-320-Familie – hat das ehemalige Signet Solar Objekt übernommen, will hier mindestens 100 Arbeitsplätze schaffen. Quelle: Cotesa
Mochau/Mittweida

"Tendenz steigend", wie der Sprecher der Geschäftsführung und Gründer des Unternehmens Jörg Hüsken betont: "Das Unternehmen wächst wieder einmal über sich hinaus und expandiert, es ist quasi Cotesas nächste Evolutionsstufe. Wir investieren zehn Millionen Euro in den Standort Mochau. Die vorhandene ehemalige Produktionshalle ist für unsere Zwecke nahezu ideal. Derzeit werden Produktionsanlagen installiert. Voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres fahren wir die Produktion hoch."

Beim Laminieren bringen Cotesa-Mitarbeiterinnen in den Mittweidaer Werkhallen Fasergewebe auf einem Waben-Kunststoff auf. Quelle: Dirk Wurzel

Das in Mittweida ansässige Unternehmen erhielt Anfang des Jahres einen Folgeauftrag zur Lieferung von Bauteilen der A320-Familie. "Schon als wir den Liefervertrag unterschrieben hatten, war uns klar, dass wir für diese Produktionslinie in Mittweida nicht mehr genügend Platz haben werden", so Hüsken weiter. Damit begann die Suche nach einem geeigneten Standort in der Region. Eher zufällig stießen die Firmenchefs auf die seit 2011 leer stehende Produktionsstätte des ehemaligen Photovoltaikherstellers Signet Solar in der Gemeinde Mochau. Das Objekt im Gewerbegebiet "Am Fuchsloch" bot optimale Bedingungen zum Aufbau einer Produktionslinie für Flugzeugteile aus Faserverbundwerkstoffen. "Die Immobilie haben wir uns bereits Ende Juli dieses Jahres gesichert. Derzeit sind wir dabei, die leere Halle für die Installation der ersten Maschinen und Reinräume vorzubereiten", sagt Hüsken.

Während in Mittweida auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern gearbeitet wird, sind es in Mochau gut 15.000: "Damit verdoppeln wir unsere Produktionskapazität beinahe. Neben dem Aufbau der Produktionsanlagen konzentrieren wir uns jetzt vor allem auf die Besetzung der Arbeitsplätze. Unsere Mitarbeiter kommen bisher vorwiegend aus Mittweida und dem Raum Chemnitz. Für einen Großteil unserer aktuellen Belegschaft ist eine längere Anfahrt nach Mochau daher keine Option. Deshalb sind wir auf zahlreiche Bewerber aus der Region Döbeln angewiesen." Potenzielle Mitarbeiter und vor allem Fachkräfte werden aber auch Städten wie Leipzig oder Dresden erwartet, die dann recht günstige Fahrstrecken hätten. Arbeitsbereiche am neuen Standort wären Laminieren, mechanische Bearbeitung, CNC-Fräsen, Lackieren und Montieren. Wie viele darüber hinaus noch geschaffen werden, werde die weitere Auftragslage zeigen. Man blicke jedoch optimistisch auf eine positive Zukunft: "In der Flugzeugbranche darf längerfristig geplant werden", so Jörg Hüskens Fazit.

Natasha G. Allner