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Döbeln Matec will in die Oberliga der Fahrerkabinenhersteller aufsteigen
Region Döbeln Matec will in die Oberliga der Fahrerkabinenhersteller aufsteigen
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17:17 13.04.2018
Auch die lokale Politik interessiert sich für Matec. Hier bei einem Rundgang von Mittelsachsens Landrat Matthias Damm und Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer im Döbelner Werk. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Döbeln

Mit den neuen Partnern aus Finnland will die Döbelner Matec GmbH jetzt in die Oberliga der weltweiten Hersteller von Fahrerkabinen aufsteigen. Zu Wochenbeginn hatte die DAZ berichtet, dass der finnischer Familienkonzern MSK Group Oy aus Ylihärmä Matec Döbeln und das Schwesterwerk im slowakischen Lipany übernimmt. Die neuen Eigentümer wollen das Döbelner Matec-Werk und das Werk in der Slowakei weiterentwickeln.

Jetzt erklären die beiden Matec-Geschäftsführer Stephan Thieme und Carsten Prilop, wie es bei Matec Döbeln weitergehen wird. „Die Übernahme unseres Döbelner Unternehmens und des Werkes in der Slowakei verhilft uns zu deutlich mehr Wettbewerbsfähigkeit. Weil wir jetzt auch große Kunden mit höheren Stückzahlen besser ansprechen können“, sagt Stefan Thieme, Geschäftsführer der Döbelner Matec GmbH.

Während Matec in Döbeln Spezialist für kleinere Serien von Fahrerkabinen ist, sind Großserien das Metier des finnischen Familienkonzerns, der bisher vor allem in Nordeuropa und Russland sehr aktiv war und mit Matec nun besonders auf dem Mitteleuropäischen Markt Fuß fassen möchte.

„Wir waren der Wunschpartner des Unternehmens. MSK hat uns gesucht und gefunden“, sagt Carsten Prilop, ebenfalls Geschäftsführer der Matec. Beide Unternehmen seien bisher keine direkten Wettbewerber gewesen und sollen sich künftig ergänzen. Nach Auskunft der beiden Matec-Chefs wurde seit etwa einem halben Jahr bei der Salzgitter-Maschinenbau AG verhandelt. Zur SMAG und zur belgischen Team Industries NV gehörte Matec bisher. Diese Unternehmensgruppe konzentriert sich am Markt aber vor allem auf die Produktion von Greifern für den Schüttgutumschlag und Spreadern (Lastenklemmen) für den Containerumschlag. Sie ist damit die weltgrößte Unternehmensgruppe für Lastaufnahmemittel im Bereich Schüttgut- und Containerumschlag. Fahrerkabinen hatten dagegen in dem Konzern nur ein Nischendasein. Das soll sich mit den neuen Matec-Eigentümern vom 62. Breitengrad nun ändern.

„Wir waren als Führungskräfte frühzeitig in die Verhandlungen einbezogen und fühlen uns dadurch auch mitgenommen“, so Stefan Thieme. Auch der Markenname Matec wird bleiben, wahrscheinlich als MSK Matec, um die Verbindung zu dem finnischen Konzern zu dokumentieren.

Finnisch lernen muss jetzt bei Matec niemand zwingend. Englisch gehört dagegen für Matec-Vertriebschefin Manuela Petz so oder so zum Standard. Englisch wird auch mit den finnischen Partnern gesprochen. Matec-Geschäftsführer Carsten Prilop gesteht lächelnd, dass er noch ein paar Probleme mit der Aussprache von Orten wie Ylihärmä, dem Sitz der MSK Group, oder den finnischen Namen der Führungskräfte hat. Netterweise spricht man sich unter den Führungskräften, wie im englischen Sprachraum üblich, mit dem Vornamen an.

Auch vor Ort in Finnland waren die Döbelner Geschäftsführer bereits. Auf dem 62. Breitengrad gibt es im Sommer die so genannten weißen Nächte und wird es im Winter dagegen nur wenige Stunden hell. Erwartet werden aber in nächster Zeit eher Besucher aus Finnland in Döbeln. „Von der Mentalität her passen wir nach unserem ersten Eindruck gut zueinander. So wie wir ist das finnische Unternehmen aus einem Betrieb, der Landmaschinen herstellte entstanden. Wir sind davon überzeugt, dass Matec als Teil der MSK Group, ein völlig neues Geschäfts- und Umsatzniveau erreichen kann“, sind Carsten Prilop und Stefan Thieme überaus optimistisch.

Von Thomas Sparrer

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