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Döbeln Klosterbuch: Die Mauer muss hin
Region Döbeln Klosterbuch: Die Mauer muss hin
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20:18 29.05.2018
Arndt Fischer verblendet die Hochwasserschutzmauer in Klosterbuch mit Bruchsteinen. Quelle: Sven Bartsch
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Klosterbuch

Momentan wird das wohl hübscheste Teilstück für den Hochwasser-Rundumschutz von Klosterbuch, Ortsteil von Leisnig in Mittelsachsen, gebaut: Die Hochwasserschutzmauer steht, bekommt derzeit eine Bruchsteinverblendung. Somit soll sich die Mauer mit ihrem Erscheinungsbild der Umgebung optisch anpassen. Eine Katastrophe wie beim Muldehochwasser 2002 soll sich in Klosterbuch nicht wiederholen. Die Hochwassermauer ist Teil des gesamten Schutzkonzeptes für den Ort.

Bruchstein für historische Anmutung

Die Umgebung ist dominiert von historischen Bauwerken, die einst ebenfalls in Bruchsteinbauweise errichtet wurden. Die Gebäude vom Kloster Buch, in unmittelbarer Nähe, gehören beispielsweise dazu. Auch dessen Umfriedungsmauer ist aus Bruchsteinen gesetzt.

Mauer komplettiert Dämme

Die Hochwasserschutzmauer, die parallel zum Ufer der Freiberger Mulde verläuft, ist aus Betonfertigteilen gesetzt. Sie verläuft durch den gesamten Ort, parallel zum Fluss, aber auch zur einzigen durch den Ort verlaufenden Straße. Die Mauer ist insgesamt 80 Meter lang. Sie macht erst Sinn in Kombination mit den Dämmen, die in den vergangenen Jahren rund um den Ort gebaut wurden.

Statt des Flusses kommt vielleicht Grundwasser

Ob der Ring um den Ort einmal den gewünschten Schutz bringt – Dorfbewohner sind darauf gespannt. Wenngleich das Wasser der Mulde ihnen dann nicht mehr direkt in die Grundstücke und Häuser läuft, haben sie doch großen Respekt von dem dann aufsteigenden Grundwasser.

Projekt nach Hochwasser 2002

Bauherr ist die Landestalsperrenverwaltung, also der Freistaat Sachsen. Gebaut wird im Leisniger Ortsteil Klosterbuch seit November 2014. Der Ringdeich entstand dabei in mehreren Abschnitten. Schon nach dem Hochwasser 2002 fiel die Entscheidung für dieses Projekt. Eine Firmeninsolvenz verzögerte alles. Nun ist für dieses Jahr die Fertigstellung vorgesehen.

Von Steffi Robak

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