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Döbeln Mechaniker gesucht: Waldheimer Bahnfreunde wollen alte Lok flottmachen
Region Döbeln Mechaniker gesucht: Waldheimer Bahnfreunde wollen alte Lok flottmachen
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Zum Vereinsfest fuhren die Feldbahner des Vereins Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf mit eigener Technik auf der Strecke Waldheim-Kriebetahl. Die Waldheimer Eisenbahnfreunde haben jetzt zwei Loks aus der Insolvenzmasse des bankrotten Vereins IG Kleinbahn Waldheim-Kriebethal kaufen können. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Die Eisenbahnfreunde suchen einen guten Schweißer. Ihr Vorsitzender Andreas Lässig kann dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Zu schweißen gibt es jetzt reichlich. Die Eisenbahnfreunde konnten jetzt einige Teile des rollenden Materials aus der Konkursmasse der insolventen IG Kleinbahn Waldheim-Kriebethal kaufen. Den Kaufpreis haben die Eisenbahnfreunde mit Spenden eines Sponsors bezahlt, der ungenannt bleiben möchte.

„Wir haben jetzt alle Loks sowie fast alle Waggons“, sagt Andreas Lässig. Damit ist der Verein grundsätzlich arbeitsfähig, was den künftigen Zugverkehr auf der Strecke angeht. Allerdings bräuchten das Diesel-Zugpferd und der Wagen eine Frischekur. Darum wäre Andreas Lässig froh, wenn sich ein „richtiger Mechaniker“ bei ihm melden würde. Am Besten einer, der auch noch schweißen kann.

Anders als jüngst von Hans Rolf Küpper im Gespräch mit der DAZ behauptet, haben die Waldheimer Eisenbahnfreunde Leute, die die Feldbahn-Lokomotive fahren dürfen. Auch das ist wichtig, was den künftigen Zugverkehr betrifft. Diesen hatte der Verein zu seinem Fest am 7. Mai noch in Zusammenarbeit mit der Feldbahn-Abteilung des Vereins Sächsisches Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf bewerkstelligt. Künftig könnten die Waldheimer Eisenbahnfreunde mit eigenem Material und Personal unterwegs sein.

Einfach war das alles nicht. Zivilrichter des Landgerichts Chemnitz mussten entscheiden, ob das Material, darunter auch Loks und Wagen, zur Insolvenzmasse der IG Kleinbahn Waldheim Kriebethal gehören oder der Thü.Sa.A (Thüsa) GmbH. Diese Firma gehört dem ehemaligen Vorsitzenden der IG Kleinbahn, Hans Rolf Küpper. Sie habe der IG Kleinbahn das rollende Material geliehen.

„Als nächstes muss die Lindenhofbrücke werden“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Dieses Viadukt führt die Eisenbahnlinie über die Mittweidaer Straße und den Richzenhainer Bach.

Sie war bereits Gegenstand eines Konfliktes zwischen dem Landratsamt und Hans Rolf Küpper in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der IG Kleinbahn. Er hatte rund 30 000 Euro Denkmal-Fördergeld vom Landratsamt für die Sanierung dieser technisch einmaligen Brücke erhalten. Das Amt befand aber die Abrechnung nicht für sauber und sah den Verdacht, dass Küpper das Geld nicht in die Brückenbau sondern in die eigene Tasche gesteckt hatte. Das Amt forderte das Geld zurück und zeigte Hans Rolf Küpper wegen Betruges an. Das Strafverfahren endete mit einer Einstellung gegen Geldauflage – die Rückforderung des Amtes trieb die IG in die Pleite. Und eröffnete den Waldheimer Eisenbahnfreunden die Möglichkeit eines Neustarts auf der Strecke. Für diese ist die Brücke sehr wichtig, weil die Züge weiter ist Stadtgebiet rollen können. Momentan ist das Viadukt gesperrt. Die Stadt bemüht sich weiter um Fördergeld, um die Brücke zu sanieren.

Von Dirk Wurzel

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