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Döbeln Mehr Licht als Schatten in der Region Döbeln: Miskus rechnet mit schwarzer Null
Region Döbeln Mehr Licht als Schatten in der Region Döbeln: Miskus rechnet mit schwarzer Null
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16:08 21.09.2016
Auf der Seebühne lief es dieses Jahr gut für den Miskus. in der kommenden Saison sind Kooperationen mit dem Mittelsächsischen Theater geplant. Quelle: Dirk Wurzel
Region Döbeln/Waldheim/Kriebstein

Licht und Schatten liegen bei den Veranstaltungen des Mittelsächsischen Kultursommers (Miskus) eng beieinander: „Sounds of Hollywood“ am Waldheimer Kreuzfelsen, die Veranstaltungen auf der Seebühne und schließlich die „Burg der Märchen“ in Kriebstein waren richtige Publikumsmagnete. Zur Märchenburg strömten gar über 3000 Besucher und die Vogtland-Philharmonie knackte in Waldheim auch die 1000-Besucher-Marke. „Invisble Touch“ – die unsichtbare Berührung – im Döbelner Welwel ging dagegen nicht so gut. „Das entsprach ganz und gar nicht unseren Vorstellungen. Wir hatten mit 800 Besuchern gerechnet, 300 kamen“, sagt Heribert Koesfeld, Vorsitzender des Miskus-Vereins. Ob der Weg zum abgelegenen Veranstaltungsort zu schlecht zu finden war? Heribert Koesfeld kann über die Gründe nur spekulieren, weshalb so viele Besucher der Unsichtbaren Berührung an diesem Tag im Welwel unsichtbar geblieben waren. „Dabei hatten wir mit dieser Genesis- und Phil-Collins-Covergruppe schon richtig Erfolg. Die machen das sehr gut, besser, als Phil Collins selbst“, sagt der Vereinschef. 15 000 Euro Verlust verbuchte der Miskus mit diesem Konzert.

Ausblick: Miskus-Programm 2017 in der Region Döbeln

Klezmer mit „Harts un Neschome“ am 20. Mai in Döbeln. Seit zehn Jahren spielt die Freiberger Kapelle jiddische Folklore um Frontfrau Anja Bachmann, Soloklarinettistin der Mittelsächsischen Philharmonie.

Dixiland im Kriebsteiner Hafen am 5. Juni an der Talsperre Kriebstein.

„Sounds of Hollywood“ – die Vogtland-Philharmonie spielt am 7. Juli. Filmmusik am Waldheimer Kreuzfelsen.

Die Burg Kriebstein verwandelt sich am 8. und 9. Juli zum 20. Mal in einer Burg der Märchen.

Im Kloster Buch spielen Dudelsack und Co. am 15. und 16. Juli zu „Pipes and Drums and More“.

Bei den „Kriebsteiner Kulturommernächten auf der Seebühne vom 21. bis 23. Juli gastiert wieder das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg mit dem „Kleinen Muck“.

Das Talsperrenfest Kriebstein steigt auch wieder und zwar am 29. und 30. Juli.

Eine Orgelfahrt führt am 20. August von Döbeln in den Ostrauer Raum.

21. Burg- und Altstadtfest vom 25. bis 27. August in Leisnig.

Der Musikwettbewerb Wanted 3.0 geht diesmal am 1. September in Hartha über die Bühne.

In der Hartharena ist am 2. September eine Musicalgala.

Großweitschen verlottert nicht am 31. Oktober, sondern verluthert. „Voll verluthert“ heißt das Programm.

Was aber die Gesamtbilanz nicht trübt. Noch liegen nicht alle Zahlen vor, aber Vereinschef Koesfeld rechnet damit, „dass die Null steht und vielleicht sogar leicht schwarz ausfällt.“ Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU) kündigte als Miskus-Schirmherr an, künftig noch stärker um Zuschüsse aus der Kulturstiftung Sachsen für den Miskus zu werben. „Wenn man sich mal anschaut, was die alles für Projekte fördert, stellt sich schon die Frage nach der Sinnhaftigkeit“, sagt er. Ihm gehe es darum, breitentaugliche Programme im Miskus anbieten zu können und damit die Kultur im ländlichen Raum zu stärken.

Die kommende Festspielsaison wird einen Monat länger. Das liegt daran, dass der 150. Geburtstag der Hochschule Mittweida eingebunden ist. So startet der Miskus bereits am 6. Mai mit dem Klanglichtzauber in der Hochschulstadt an der Zschopau. „Die 20. Burg der Märchen wird ebenfalls ein großes Thema sein. Außerdem kooperieren wir auf der Seebühne erstmals mit dem Mittelsächsischen Theater“, sagt Miskus-Geschäftsführer Olaf Hanemann. Die Hartharena wird erstmals Festival-Spielstätte sein. Hier stellt der Miskus eine Musical-Gala auf die Bühne. Döbeln bekommt ein Klezmer-Konzert mit „Harts un Neschome“ aus Freiberg.

Von Dirk Wurzel

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