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Mehr Platz für Chirurgen: Klinikum Döbeln nimmt neuen OP in Betrieb

Mehr Platz für Chirurgen: Klinikum Döbeln nimmt neuen OP in Betrieb

Im neuen Operationssaal des Klinikums Döbeln geht es rund: Gestern operierten Chirurgie-Chefarzt Prof. Dirk Uhlmann und Oberarzt Andreas Flade einen Patienten an der Schilddrüse.

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Eine der ersten Operationen im neuen OP des Döbelner Klinikums war dieser Eingriff an der Schilddrüse, den Oberarzt Andreas Flade (l.) gestern gemeinsam mit seinem Team vornahm.

Quelle: Sven Bartsch

Unterstützt hat sie dabei Medizinstudentin Caren Hinzelmann, denn das Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus. Mit Fingerspitzengefühl schälten die Mediziner Teile des Organs heraus, alles unter dem hellen Licht der neuen Lampen. Die Qualität der neuen Lichttechnik lobten sie denn, als der ärztliche Klinikleiter Dr. Ralf Lange zur Stippvisite vorbei kam. Der Chef ist selbst Chirurg und wird hier womöglich auch selbst operieren.

 

Bevor der OP-Betrieb beginnen konnte, kam der neue Operationssaal auf den Prüfstand: Hygiene, Bautechnik, Lüftungsanlage, Brandschutz - die Bauabnahme war recht umfangreich. "Der Saal hat die höchste Einstufung und gehört zur Raumklasse 1a. Er ist für alle Operationen geeignet", sagt Dr. Sigrun Mühle, Verwaltungsdirektorin des Hauses. Sie hat den Anbau des 5. Operationssaales maßgeblich begleitet. Dieser hat zwei Millionen Euro gekostet. Das hat das Krankenhaus aus eigenen Mitteln bezahlt."Unsere Orthopädie hat sich exzellent entwickelt und gehört zu den besten in Sachsen. Die Gefäßchirurgie ist mittlerweile ein überregionales Zentrum. Außerdem haben wir auch in allen anderen Bereichen gestiegene Fallzahlen. Das führte in den letzten zwei bis drei Jahren zu Engpässen", erläutert Dr. Ralf Lange, ärztlicher Direktor des Klinikums, die Notwendigkeit des neuen Operationssaales. Zuvor operierten die Chirurgen im Schichtsystem. Da konnte es passieren, dass manche Patienten erst abends auf den Tisch kamen. "Der neue Saal ist eine Investition in die Gegenwart. Er verschafft uns allen mehr Lebensqualität", sagt Dr. Lange.

 

Dipl-Med. Rainer Dietrich, Chefarzt der Orthopädie, führt noch weitere Vorteile der neuen Operationsstätte ins Feld: Hygiene und Sterilität. "Wir haben in der Orthopädie ein deutlich höheres Infektionsrisiko, weil wir, zum Beispiel mit künstlichen Gelenken Fremdkörper in die Patienten einbringen. Mit dem neuen Operationssaal sinkt der hygienische Druck." Ärzte und Schwestern haben durch die neu geschaffene Kapazität mehr Zeit, noch mehr Augenmerk auf die Desinfektion zu legen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Das heißt natürlich nicht, dass die Hygiene vor Inbetriebnahme des neuen Saals gelitten hätte - wie bereits mehrfach berichtet hält das Döbelner Krankenhaus die hier geltenden hohen Standarts ein.

 

Ein dreiviertel Jahr dauerte es, bis die Baufirmen den Anbau hochgezogen hatten. In diesem stecken 170 Kubikmeter Beton und 34 Tonnen Stahl. Bevor es bautechnisch hoch hinauf ging, hieß es, tief zu bohren. Denn der neue Operationssaal ruht auf sechs Bohrpfählen, die zehn Meter tief ins Erdreich reichen. Verwaltungsleiterin Dr. Mühle hat ein Stück Schiefergestein als Andenken an den Beginn der Bauarbeiten aufgehoben. Wegen dieser musste das Klinikum die Zufahrt zur Notaufnahme verlegen, denn das schwere Baugerät brauchte Platz. Deswegen war auch der Fußgängerweg zwischen Sörmitzer Straße und Blumenstraße gesperrt, der unmittelbar neben dem Krankenhaus verläuft. "Den richten wir natürlich wieder her und danken den Anwohnern für ihr Verständnis, dass wir den Weg sperren mussten", sagt Dr. Lange.

Dirk Wurzel

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