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Döbeln Mehr als drei Millionen für Notaufnahme
Region Döbeln Mehr als drei Millionen für Notaufnahme
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18:56 16.08.2017
Erster Spatenstich (von links): Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth, Reinhard Junghans, Peggy Kaufmann und Roland Bantle, alle Helios, Sozialministerin Barbara Klepsch und Mittelsachsens Landrat Matthias Damm. Quelle: Sven Bartsch
Leisnig

Barbara Klepsch wollte nur schnell per Telefon Bescheid geben, dass sie zum ersten Spatenstich etwas später eintrifft. Prompt landete die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz in der Notaufnahme der Helios-Klinik Leisnig. „Auch wenn es vielleicht nur an einem Zahlendreher lag – das hat mich ziemlich beeindruckt und ich dachte: Da ist man gleich in guten Händen.“

Ab der kommenden Woche rollen die Bagger auf der Baustelle. Auf zirka 730 Quadratmeter entsteht der Rohbau. Neben Erdarbeiten stehen zunächst Fundamente und Bodenplatte, später Betonwände, Decke und Dachkonstruktion auf dem Arbeitsplan. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau samt Dachabdichtung stehen. Die Einweihung der Neuen Notaufnahme ist für das dritte Quartal 2018 geplant.

„Die Notaufnahme ist die Visitenkarte eines jeden Krankenhauses. Die Investition ist ein sichtbares Zeichen, dass die Klinik einen wichtigen Platz in der Versorgungslandschaft des Freistaates Sachsen einnimmt. Mit dem Erweiterungsbau verbessern wir die medizinische Versorgung. Zudem ist die Klinik als einer der größten Arbeitgeber der Region von besonderer Bedeutung“, so Ministerin Barbara Klepsch (CDU).

Neue Notaufnahme verbessert Patientenversorgung

Mehr als drei Millionen Euro werden in das Projekt investiert. Rund 2,4 Millionen fließen in Form von Fördermitteln vom Freistaates Sachsen nach Leisnig. Mehr als die Hälfte der Baukosten trägt also der Freistaat. In seinem Grußwort würdigt der Regionalgeschäftsführer der Helios Kliniken der Region Ost, Dr. Roland Bantle, diese Tatsache. „Mit dem Neubau tragen wir der steigenden Patientenzahl der Klinik Rechnung. Es entsteht eine Notaufnahme für eine medizinisch hochwertige und sichere Versorgung der Patienten.“ betont er. Für die medizinische Versorgung im Landkreis Mittelsachsen sei der mit dem Neubau verbundene Qualitätszuwachs der Klinik ein positives Signal.

Klinik-Geschäftsführerin der Helios Klinik Leisnig Peggy Kaufmann hebt hervor, dass der Klinikbetrieb durch die Arbeiten nicht eingeschränkt wird. Der Betrieb in der Notaufnahme kann ungestört weiter laufen. Wenn der Neubau genutzt werden kann, wird in der alten Notaufnahme umgebaut, unter anderem für neue Funktionsräume für die Intensivstation. Der Neubau verbessere die Bedingungen für Notfallpatienten, unterstreicht sie. „Wir schaffen mehr Platz für Untersuchungs- und Behandlungsräume, passen das Gebäude baulich an moderne medizinische Abläufe an.“

Schockraum und abgeschlossener Wartebereich

Der Neubau vereine unter anderem einen Schockraum und weitere Behandlungsräume, einen abgeschlossenen Wartebereich, barrierefreie Sanitäranlagen und eine wettergeschützte Wagenhalle für Patienten, die liegend transportiert werden müssen. Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) sieht in der Investition ein Bekenntnis für die Region und den Standort Leisnig. Das zeige sich unter anderem darin, dass der Krankenhausbetreiber mit der Mildensteiner Baugilde ein Unternehmen der ortsansässigen Obstland AG Dürrweitzschen AG beauftragte. Das Unternehmen hatte zuletzt auch das neue 20-Betten-Haus für Helios gebaut.

„Im Mittelpunkt steht die hervorragende Behandlungsqualität unserer Notfallpatienten“, betont Reinhard Junghans. Der Leiter des Departments für Unfallchirurgie und Orthopädie begleitet von ärztlicher Seite das Bauvorhaben. „Wir waren von Beginn an in die Planungen eingebunden. Die vorgesehene Ausstattung der Untersuchungs- und Behandlungsräume ist hochwertig und auf dem neuesten Stand“, freut er sich.

Klinik Leisnig ist regionaler Regelversorger

Helios, Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100 000 Mitarbeitern, betreibt allein in Sachsen 78 Kliniken. Die Klinik in Leisnig gilt als Regelversorger. In Deutschland hat Helios 112 Akut- und Rehabilitationskliniken, inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Helios ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Das Unternehmen Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Die Unternehmenszentrale hat ihren Sitz in Berlin.

Von Steffi Robak

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