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Döbeln Messerattacke in Roßwein: Geschädigter erstattet Anzeige
Region Döbeln Messerattacke in Roßwein: Geschädigter erstattet Anzeige
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00:30 28.11.2015
Mit einem Messer ist offenbar ein junger Roßweiner attackiert worden. (Symbolfoto)  Quelle: Archiv
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Rosswein

 Die Polizeidirektion (PD) Chemnitz ermittelt im Zusammenhang mit einer Messerattacke in Roßwein wegen gefährlicher Körperverletzung. Mittlerweile liegen drei Anzeigen dafür zugrunde.

Das Bündnis Willkommen in Roßwein hatte bereits am Dienstag auf seine Facebook-Seite darüber berichtet, dass ein dem Bündnis nahestehender junger Mann am Sonnabendabend in Roßwein von vermutlich rechtsextremen Angreifern mit einem Messer verletzt wurde. Die PD Chemnitz nahm deshalb Ermittlungen von Amts wegen auf. Am Mittwoch erstattete der 19 Jahre alte Betroffene selbst Anzeige. „Der Geschädigte ist selbst bei der Polizei zur Vernehmung erschienen. Es gibt Parallelen zu den Schilderungen des Bündnisses. Fakt ist: der Mann gibt an, in Roßwein von Angreifern mit einem Messer bedroht und auch verletzt worden zu sein. Die Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich. Der 19-Jährige hat die Klinik wieder verlassen“, erklärt Polizeisprecherin Jana Kindt. Die Beamten hätten bereits wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Kindt: „Das bleibt auch so.“ Nach den Aussagen des Betroffenen sei davon auszugehen, dass die Attacke einen rechtsextremen Hintergrund hat. Das Willkommensbündnis teilte mit, dass der Roßweiner von mehreren unbekannten Tätern angegriffen wurde, die „Zeckenpack“ riefen. Bei einem von ihnen sei ein Hakenkreuz-Tattoo im Nacken erkannt worden. Der 19-jährigige Geschädigte erlitt durch die Messerattacke offenbar eine schwere Handverletzung. Ein medizinisches Gutachten bestätige laut Bündnismitgliedern, dass die Schnittwunde an der Hand tatsächlich von einem Messer herrührt.

Wie sich jetzt zudem herausstellte, hatte ein Freund des Geschädigten bereits am Sonntag Anzeige wegen des Angriffs bei der Polizei erstattet – allerdings online. „Deshalb landete der Fall gleich im zuständigen Kommissariat, also beim Staatsschutz“, sagt Kindt. Das sei auch der Grund dafür, dass bei ersten Medienanfragen in der Pressestelle der Polizei der Fall noch nicht bekannt war. Jana Kindt: „Bei solch schwerwiegenden Vorkommnissen ist es immer besser, gleich die 110 zu wählen und direkt gegenüber den Beamten eine Aussage zu machen. So kann gleich eine Tatortbereichsfahndung erfolgen und die Chancen sind größer, die Täter aufzugreifen oder verwertbare Spuren zu finden.“ Nun würden zunächst alle Aussagen zusammengeführt und eventuell weitere Zeugen gehört. Die Sachbeschädigung am Ex-Hotel Herkules am Roßweiner Markt, die am gleichen Abend erfolgte, steht laut Kindt im Zusammenhang mit dem Fall.

Von Olaf Büchel

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