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Döbeln Miese Stimmung im Kindergarten Ziegra
Region Döbeln Miese Stimmung im Kindergarten Ziegra
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23:39 21.01.2014
Kaum fünf Jahre alt und bestens in Schuss ist die Kindertagesstätte in Ziegra. Doch im zwischenmenschlichen Bereich scheint es hinter den Mauern zu knirschen. Quelle: W. Sens

"Wir haben mit der Eingemeindung von Ziegra eine kleine und feine ländliche Kindereinrichtung übernommen", sagt Birgit Hummitzsch, Amtsleiterin für Schulen, Soziales und Wohnen im Döbelner Rathaus. Eine Kapazität von 38 Plätzen, davon 16 für Krippenkinder, gute Räume, kleine Gruppen, alles neu, alles in Schuss. Dazu vier Erzieher, eine Auszubildende eine Bürgerarbeiterin. So weit, so gut. Doch die kleine Einrichtung beschäftigte das zuständige Amt und den Personalrat im Döbelner Rathaus im vergangenen Jahr so häufig wie keine andere der insgesamt zwölf Kindereinrichtungen im gesamten Stadtgebiet. "In der Einrichtung gab es aufgrund eines hohen Krankenstandes beim Erzieherpersonal erhebliche Probleme, den gesetzlich vorgegeben Personalschlüssel einzuhalten", so die Amtsleiterin. So darf eine Erzieherin allein maximal sechs Krippenkinder betreuen. Bei Kindergartenkindern liegt der Schlüssel bei einer Erzieherin für maximal 13 Kinder. "Wir als Stadt sind zur Einhaltung dieses Personalschlüssels verpflichtet und lassen da auch keine Luft ran", sagt Amtsleiterin Birgit Hummitzsch. Die Stadt musste zeitweilig Erzieherinnen aus anderen städtisch geführten Einrichtungen zur Überbrückung nach Ziegra schicken. Sogar eine Personaldienstleistungsfirma musste kurzfristig mit Fachpersonal aushelfen. Bis alle diese Notfallpläne der Stadt ansprangen, wurden Eltern in Einzelfällen sogar gebeten, ihre Kinder früher aus der Kita abzuholen. "Wir haben uns als Träger der Einrichtung im vergangenen Jahr in die Problematik eingeschaltet. Wir führten Gespräche, gaben klare Richtlinien und suchten vor allem gemeinsam mit dem Personal in Ziegra nach Lösungen", schildert Birgit Hummitzsch die Lösungssuche. "Wir bleiben auch 2014 am Ball und hoffen, dass es künftig besser und mit weniger Krankheitsausfällen in Ziegra läuft", so die Amtsleiterin.

Keine Aussagen macht die Stadtverwaltung, warum der Krankenstand in der kleinen Einrichtung so dramatisch ist. Nach Informationen von Eltern stimmt das Klima in der Einrichtung nicht. Darauf deutet der hohe Krankenstand hin. Zudem ließ sich eine Erzieherin auf eigenen Wunsch versetzen. Auf schwere menschliche Zerwürfnisse deutet der sehr diffamierende Brief eines Vaters an der Pinnwand der Einrichtung hin. Darin wird für alle lesbar eine Erzieherin sehr persönlich und verletzend angegriffen. Wie lange dieser Brief öffentlich aushing, ist nicht bekannt. Als das zuständige Amt im Döbelner Rathaus davon erfuhr, reagierte es sofort und wies die Leitung der Einrichtung an, das Schriftstück sofort zu entfernen.

Thomas Sparrer

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