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Mildenstein-Chef ist zufrieden: Mehr als 28.000 Gäste auf der Burg

Bilanz 2015 Mildenstein-Chef ist zufrieden: Mehr als 28.000 Gäste auf der Burg

Dieses Jahr im April gibt es erneut ein Ritterspektakel auf Mildenstein. Und kleine Mädchen können Prinzessin für einen Tag sein. Während der Museumswinterpause auf der Burg schauen Burgverwalter Bernd Wippert und die Verantwortliche fürs Burgmarketing, Sabine Rötzsch, auf ein gutes Jahr 2015 zurück.

28 000 Gäste zählte das Museum der Burg Mildenstein im Jahr 2015. Deses Jahr warten neue Angebote auf die Besucher.
 

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig.  In diesem Jahr gibt es wieder ein Ritterspektakel auf der Burg Mildenstein. „Bis dahin soll der Bauaufzug vom Burghof verschwunden sein“, wünscht sich Bernd Wippert, der die Burg Mildenstein für deren Eigentümer, den Freistaat Sachsen, verwaltet. Das Ritterspektakel, geplant für den 16. Und 17. April, ist einer von mehreren Höhepunkten, welche die Burg für dieses Jahr im Programm hat. Die Auswahl richtet sich stark aus an Erlebnispädagogik, die es Kindern leicht macht, die Epoche des Mittelalters und die damaligen Lebensumstände nachvollziehen zu können.

In Sachen Museumspädagogik legt die Burg noch zu: Zu dem Angebot „Ritter für einen Tag“, zu dem die kleinen Burgfräulein ebenfalls mit eingeladen sind, gesellt sich ein weiteres, speziell für Mädchen buchbares Angebot namens „Prinzessin für einen Tag“. Dabei seien Jungen selbstverständlich ebenso willkommen. Generell werde ein Burgbesuch für Kinder im Speziellen für ganze Schulkassen gern gebucht. Dies sei in den Geschichtsunterricht für die Schüler der sechsten beziehungsweise siebenten Klassen gut integrierbar. Das Potenzial, auch für Erwachsene die Burg noch mehr zum Erlebnis zu machen, würde die neue Schwarzküche im derzeit in Sanierung befindlichen Pagenhaus auf jeden Fall bieten. Darauf freut sich Wippert sehr, wobei es mit Rücksicht auf die noch laufenden Arbeiten zeitlich nicht absehbar sei, wann das angeboten werden kann. Er könne sich gut vorstellen, dass es für Firmen interessant sei, ihre Mitarbeiter am großen Feuer gemeinsam kochen zu lassen.

Der Rückblick auf das Jahr 2015 fällt für Sabine Rötzsch von Burgmuseumsmarketing positiv aus: Mit 28 308 Gästen bleibe die Besucher-Resonanz gegenüber dem Vorjahr nur um 30 Gäste zurück. Sammelangebote wie die Schlösserjahreskarte, Tickets für die Schlössertour oder das Angebot „Sieben auf einen Streich“ bieten verschiedene Möglichkeiten, mehrere sächsische Burgen, Schlösser, Parks oder Gärten im Gesamtangebot zu günstigeren Eintrittspreisen zu besuchen. Zwar würden diese Tickets nicht in den herausragenden Größenordnungen auf Mildenstein verkauft. Jedoch kommen spürbar mehr Gäste nach Leisnig, die sich gleich für den Besuch mehrerer sächsischer Museum entschlossen haben. 84 Prozent der Burgbesuche kämen vorrangig aus Sachsen, sei analysiert worden, und zwar aus Leipzig, Dresden, Chemnitz und deren Umland.

37 Einzelveranstaltungen haben im vergangenen Jahr Gäste auf die Burg gezogen, dabei wurde das alte Gemäuer siebenmal gemietet. In diese Kategorie fällt zum Beispiel das Burg- und Altstadtfest. Dann mietet sich die Kommune auf der Burg ein. Das erste große Ausflugswochenende im Jahr ist traditionsgemäß Ostern. Wippert: „An den klassischen Ausflugstagen besuchen die Gäste neben den Veranstaltungen auch das Burgmuseum. Insgesamt gibt es durchaus noch Freiraum für Museumsbesucher.“

Ein Magnet sei 2015 die Aufführung vom „Glöckner von Notre Dame“ mit den Landesbühnen Sachsen aus Radebeul gewesen. Tom Pauls in der Rolle des Glöckners habe gezogen – wenngleich sich vor allem jüngeres Publikum angesichts des Ilse-Bähnert-Darstellers etwas anderes unter dem Stück vorgestellt hatten. Die Aufführung habe besonders die Leisniger angezogen. Die Kooperation mit den Landesbühnen möchte Sabine Rötzsch gern im Auge behalten. Es wird aber maximal im kommenden Jahr wieder möglich sein.

Im vergangenen Jahr hatte der Mildenstein besondere Gäste, die sich auch für dieses Jahr wiederangekündigt haben: Eine Gruppe zog für eine Woche auf der Burg ein, um sie als Refugium für eine Woche Burgalltag zu nutzen. Rötzsch: „Die Burg blieb in der Zeit für Besucher weiter zugänglich, was zu Folge hatte, dass unsere Gäste Facetten des Burgalltages direkt mit erleben durften. Für dieses Jahr, um die Pfingstfeiertage, hat sich die Gruppe erneut angekündigt.“

Blues und Folk um Herrenhauskeller, zusammen mit der Blues- und Folknacht, seien als Kooperation mit dem Mittelsächsischen Jugendverein ebenso wenig aus dem Burgprogramm wegzudenken wie die Sonderausstellungen. Diese befassten sich im vergangenen Jahr mit Spielzeug aus dem vergangenen Jahrhundert oder auch mit Plakaten, die während der DDR-Zeit entstanden sind. Allein während der Zeit dieser Plakatausstellung zählte das Burgmuseum 13 750 Besucher.

Von Steffi Robak

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