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Döbeln Minkwitz: Unsachgemäßer Einbau – Gullideckel bilden Löcher in der Straße
Region Döbeln Minkwitz: Unsachgemäßer Einbau – Gullideckel bilden Löcher in der Straße
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16:57 19.05.2016
Warnbaken mitten auf der S 36 zwischen Hartha und Leisnig: An den Gullideckeln musste der Asphalt abgefräst und erneuert werden.   Quelle: Sven Bartsch
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Minkwitz

 In die neu gebaute Staatsstraße S36 zwischen Hartha und Leisnig wurden die Schlaglöcher gleich mit eingebaut: Die Gullideckel des Abwasserkanals sitzen in dem Asphalt derart tief drin, dass sie gefährliche Senken bilden und damit Verkehrshindernisse. „Wenn Laster darüber fahren, macht das ungeheuer laute Geräusche“, sagt zum Beispiel Anliegerin Maren Dietel aus Minkwitz. Sie hat die Geräuschkulisse täglich um sich herum. Besonders laut werde es, wenn die Laster leer unterwegs sind und dann durch eine der Kanaldeckelsenkel donnern.

Am Mittwoch und Donnerstag wurde Abhilfe geschaffen. Genau das löste wiederum bei den Autofahrern Kopfschütteln aus, denn um am Straßenbelag arbeiten zu können, mussten die Kanaldeckel entsprechend abgesperrt werden. Im Zuge der Arbeiten wurde am Mittwoch der Asphalt rund um die Gullideckel abgefräst sowie am Donnerstag der neue Belag aufgebracht mit dem Ziel, dass am Abend die Straße wieder ohne Warnbaken frei befahrbar ist.

„Diese Art von Kanaldeckeln ist technologisch schwierig einbaubar“, erläutert Maximilian Morgner von der LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen mbH. Das Unternehmen hat für den Freistaat Sachsen als Baulastträger die Bauleiplanung während der Bauarbeiten übernommen und muss sich jetzt auch im Nachgang darum kümmern, dass die Arbeiten im Rahmen der Gewährleistung ordnungsgemäß ausgeführt werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Gullideckel unsachgemäß eingebaut worden sind, was die tiefen Senken nach sich zog.

Nicole Wernicke vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr informiert. „Mit der Abnahme der S 36 im Jahr 2015 wurden einige Restleistungen, Zusatzleistungen und Mängel festgestellt. Diese werden seit Beginn der vergangenen Woche behoben.“ Dabei handelt es sich unter anderem um die Beseitigung des Erdzwischenlagers und der fachgerechten Verwertung der Überschussmassen. Wie die DAZ bereits berichtete, werden diese für Niveauregulierungsarbeiten für eine landwirtschaftliche Fläche der Agrargenossenschaft Gersdorf wieder verwendet.

In der Asphaltdeckschicht sind einige Stellen nicht so eben, wie gefordert. Gleiches gilt für einige der Schachtabdeckungen, also Kanaldeckel, der neu gebauten Straßenwasserkanäle. Rund zehn Kanaldeckel wurden nicht fachgerecht eingebaut. „Aus diesem Grund wurde die Asphaltdeckschicht im begrenzten Umfang abgefräst und mit Gussasphalt nachgearbeitet.“

Weiterhin hatten sich Ende 2015 Schwachpunkte im Entwässerungssystem aufgezeigt. Deshalb waren zuletzt auch an der Straße Baggerarbeiten zu beobachten. Aus diesem Grund werden vier Einlaufschächte noch einmal umgestaltet. Zusätzlich ergaben sich Mängel hinsichtlich der Entwässerung der B 175 am Knotenverkehrspunkt „Harthaer Kreuz“. Diese werden ebenfalls noch beseitigt. „Dabei kann es im geringen Umfang noch einmal zu Einengungen der Fahrbahn der S 36 kommen“, kündigt Wernicke an. Insgesamt sollen die Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen sein.

Von Steffi Robak

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