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Miruspark einschließlich Ruine fertig

Sanierung Miruspark einschließlich Ruine fertig

Vom Fischendorfer Muldeufer aus ist es weithin sichtbar: Die Mirusruine thront über einem Meer aus grünem Blätterwerk. Sie ist fertig saniert, ebenso die Rittertreppe, die an dem Hang nach unten führt. Bauherr ist der Freistaat Sachsen. Ob das parkähnlich angelegte Areal je wieder öffentlich zugänglich gemacht wird, bleibt weiter offen.

Die Mirusruine vor den Toren der Burg Mildenstein ist fertig. Der Park bleibt der Öffentlichkeit verschlossen.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Petra Brommer, Sprecherin vom Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) teilt mit, dass das bei den Leisnigern als Rittertreppe bekannte Bauwerk erst ab Beginn 2018 ein neues Geländer bekommt. Schlossleiterin Susanne Tiesler sagt dazu: „Eine Entscheidung, in welcher Form dieses den Leisnigern als Miruspark bekannte Areal jemals wieder öffentlich begehbar ist, kann frühestens dann getroffen werden, wenn die Sanierung vollständig abgeschlossen ist, wenn also auch das Geländer steht.“ Ein konkreter Zeitplan existiere noch nicht.

Zum Tag des offenen Denkmals 2016 nutzte eine Gruppe angemeldeter Gäste die Chance, unter Leitung der Diplomingenieurin für Landschaftsarchitektur, Solveig Wendisch-Kummer, den Miruspark neu zu entdecken. Das Landschaftsarchitekturbüro Franz aus Leipzig verantwortet die Begrünung des Parks.

Hangsicherung hat Priorität

Für den Freistaat Sachsen hat die Sicherung des Hanges höchste Priorität. An vielen Stellen ist beziehungsweise war er derart instabil geworden, dass Abbrüche drohten. Die Arbeiter brauchten Baufreiheit, um die auf engem Raum übereinander liegenden Terrassenstufen sanieren und damit stabilisieren zu können. Ehemaliges Mirus-Grün musste dafür zunächst weggenommen werden. Der Erhalt der künstlichen Ruinen und Rekultivierung der Bausubstanz sind für das SIB eher eine Randerscheinung, zu der sich der Freistaat Sachsen neben der notwendigen Hangsicherung entschlossen hat.

Die Arbeiten an der Mirusruine und die für dieses Jahr vorgesehenen Maßnahmen im nördlichen Teil des Mirusparkes sind nun laut Brommer zum Teil abgeschlossen. Für einige Bereiche stehen aber noch Ausschreibungen aus, so dass sie im kommenden Jahr nach erfolgter Ausschreibung beendet werden können.

Kran ab jetzt überflüssig

In der Planungsphase befinde sich gegenwärtig die Sanierung im südlichen Teil des Mirusparks und -gartens. Für die Umsetzung könnten noch keine konkreten Zeiträume genannt werden können. Der Baukran am oberen Zugang zum Miruspark hat dort momentan keine Funktion mehr. „Sobald der gesperrte Schlossberg freigegeben wird, kann auch der Kran abtransportiert werden“, so Brommer weiter. Bauseitig stehe der Nutzung des Platzes vor der Mirusruine für das bevorstehende Burg- und Altstadtfest gar nichts im Wege. Die bisherigen Baumaßnahmen erstreckten sich über einen Zeitraum von mehrjährigen Jahrestranchen.

Knapp zwei Millionen Euro für Mirusruine

Dies geht auch darauf zurück, wann in welcher Höhe der Freistaat finanzielle Mittel zur Verfügung stellen kann. Gebaut beziehungsweise saniert wurde zudem an deren Stellen auf dem Burgareal. Zuletzt wurde das ebenfalls über Jahre sanierte Herren- und Pagenhaus der übergeben. Die Planung weiterer Arbeiten wird entsprechend der Umgebungsbedingungen laufend angepasst. Die Kostenübersicht zu Planungs- und Baukosten zu den letzten fünf Jahren ergeben für die Sanierung von Miruspark einschließlich Ruine knapp zwei Millionen Euro, für die Arbeiten an Schlosspark und Brunnen 810 000 Euro und für die Sanierung der Nordtreppe 160 000 Euro.

Von Steffi Robak

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