Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Mit Dekra-Zertifikat auf den Weltmarkt
Region Döbeln Mit Dekra-Zertifikat auf den Weltmarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:13 12.02.2016
X Quelle: Bartsch
Anzeige
Döbeln

Seit 25 Jahren macht Tecklenborg an der Dresdner Straße Geschäfte mit rollenden Arbeitsmaschinen. Mit dem Verkauf von Gabelstaplern begann alles. Seit 1999 ist das mittelständische Unternehmen zudem Vertragswerkstatt für Iveco-Lastkraftwagen. Die Prüforganisation Dekra hat das Unternehmen nun erneut zertifiziert – quasi ein Prüfsiegel für seine Arbeit erteilt.

„Das QM-Zertifikat belegt die Qualität aller betrieblichen Prozesse. Außerdem bildet die vorangegangene Begutachtung die Basis für weitere kontinuierliche Verbesserung der Abläufe im Unternehmen“, sagt Lothar Kirste, Dekra-Niederlassungsleiter Döbeln. Tecklenborg bekam in allen Bereichen Bestnoten. „Wenn Sie ihr Auto aus der Werkstatt holen, wollen sie ja auch kein Rad verlieren. Damit das nicht geschieht, müssen zum Beispiel die Drehmoment-Schlüssel untersucht werden“, erläutert Tecklenborg- Geschäftsführer Steffen Koßmann die Dekra-Prüfung am Beispiel. Freilich gehört da noch viel mehr dazu. „Wir reparieren Lkw, die haben einen Fahrtenschreiber. Die müssen geeicht werden. Das kann nur geschultes Personal“, sagt Steffen Koßmann. Auch der Ausbildungsstand der Mitarbeiter gehört zu den Kriterien, die die Dekra untersucht hat. Die erneute Zertfizierung seines Unternehmens hat sich Steffen Koßmann etwas kosten lassen, denn umsonst macht das die Dekra natürlich nicht. Für den Tecklenborg-Chef ist das QM-Zertifikat ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Die Kunden wissen, dass sie Qualität in allen Bereichen erwarten können.

Die Tecklenborg Döbeln GmbH hat sich in jüngster Zeit erweitert. Aber nicht in Döbeln. Nicht mal in Sachsen. „Wir haben zwei Betriebe aus der Insolvenz übernommen“, sagt Steffen Koßmann. Die eine Firma ist eine Baumaschinen-Verleihstation in Berlin mit fünf Mitarbeitern, der andere eine Firma, die JCB-Baumaschinen verkauft und verleiht. Sie hat 18 Mitarbeiter und sitzt in Bremen. „Bremen ist das Tor zur Welt, vor allem für den Gebrauchtmaschinenexport. Das geht von Döbeln aus schlecht mit der Mulde“, sagt Steffen Koßmann mit Blick auf den Nordseeanschluss der Hansestadt. Er hofft auf ein Ende des Krieges in Syrien und auf gute Geschäfte mit Ladladern, Baggern und Co., die dann beim Wiederaufbau benötigt werden.

Langfristig will Tecklenborg Zuwächse im Bereich elektrisch angetriebener Arbeitsmaschinen – etwa Gabelstapler – anstreben. „Dort liegt die Zukunft“, sagt Geschäftsführer Koßmann. Anfangs skeptisch, zeigte er sich nach einer Reise in die Niederlande vom Konzept des Elektroautos überzeugt. Eine Car-Sharing-Flotte (das sind Autos, die sich mehrere Fahrer teilen) in Amsterdam bestand aus solchen Fahrzeugen und Steffen Koßmann fragte sich, weshalb die Mehrheit der Autos mit noch immer mit Erdöl-Raffinaten fahren.

Tecklenborg in Döbeln

Die Firma Tecklenborg Döbeln GmbH gibt es seit 1991, zunächst als Händler für Gabelstapler.

Seit 1999 ist der Betrieb Vertragswerkstatt für Iveco-Lastwagen.

In Döbeln arbeiten derzeit 38 Mitarbeiter, vor 25 Jahren hatte das Unternehmen 25 Mitarbeiter.

Zum Portfolio gehört nicht nur die Reparatur von Lkw und der Handel mit Gabelstaplern. Tecklenborg Döbeln vermietet und verkauft auch alle möglichen Arten von Arbeitsmaschinen, wie Radlader, Teleskoplader und Bagger.

Die Firma bildet schon immer Lehrlinge aus. Derzeit lernen bei Tecklenborg fünf junge Leute den Beruf des Mechatronikers. Dreieinhalb Jahre dauert diese Ausbildung. „Die was getaugt haben, haben wir immer übernommen“, sagt Tecklenborg-Geschäftsführer Steffen Koßmann.

Von Dirk Wurzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Kameraden der mittelsächsischen Feuerwehren brauchen Übung an der Motorsäge und kommen deswegen zum Lehrgang nach Hartha. Dort schlagen sie direkt zwei Fliegen mit einer Klappe und unterstützen mit ihren Übungen gleichzeitig die Stadt beim Baumfällen.

11.02.2016
Döbeln Kita Beiträge in Waldheim - Spätabholer sollen blechen

Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kinder in den Waldheimer Kindertagesstätten auch künftig nicht mehr bezahlen. Die Beiträge bleiben mindestens bis 2017 stabil. Wer sein Kind aber notorisch zu spät abholt, den will die Stadt nun kräftiger zur Kasse bitten. Darüber soll am Donnerstag der Stadtrat beraten.

12.02.2016

Steht der Leisniger Frauenhandball vor dem Aus? Wo letzte Saison die Handballerinnen noch um Punkte kämpften, kämpfen sie heute – eine Saison später – um Nachwuchs. Die Mädchen der D-Jugend sind seit der aktuellen Saison die einzige aktive Frauenmannschaft des SV Leisnig, doch ist die Zukunft für sie ungewiss.

11.02.2016
Anzeige