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Mit Dekra-Zertifikat auf den Weltmarkt

Tecklenborg in Döbeln Mit Dekra-Zertifikat auf den Weltmarkt

Tecklenborg Döbeln setzt zunehmend auf Geschäfte in Übersee. Zwei Betriebe hat Tecklenborg aus der Insolvenz übernommen – einen in Berlin, den anderen in Bremen. Für Geschäftsführer Steffen Koßmann ist das das Tor zur Welt. Für die Qualität seiner Arbeit hat das Unternehmen jetzt ein Gütesiegel erhalten.

Geprüfte Qualität bei Tecklenborg: Die Dekra hat das Döbelner Unternehmen unter die Lupe genommen und nichts beanstandet. Am Donnerstag brachte Lothar Kirste (r.) dem Döbelner Tecklenborg-Geschäftsführer Steffen Koßmann das QM-Zertifikat.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Seit 25 Jahren macht Tecklenborg an der Dresdner Straße Geschäfte mit rollenden Arbeitsmaschinen. Mit dem Verkauf von Gabelstaplern begann alles. Seit 1999 ist das mittelständische Unternehmen zudem Vertragswerkstatt für Iveco-Lastkraftwagen. Die Prüforganisation Dekra hat das Unternehmen nun erneut zertifiziert – quasi ein Prüfsiegel für seine Arbeit erteilt.

„Das QM-Zertifikat belegt die Qualität aller betrieblichen Prozesse. Außerdem bildet die vorangegangene Begutachtung die Basis für weitere kontinuierliche Verbesserung der Abläufe im Unternehmen“, sagt Lothar Kirste, Dekra-Niederlassungsleiter Döbeln. Tecklenborg bekam in allen Bereichen Bestnoten. „Wenn Sie ihr Auto aus der Werkstatt holen, wollen sie ja auch kein Rad verlieren. Damit das nicht geschieht, müssen zum Beispiel die Drehmoment-Schlüssel untersucht werden“, erläutert Tecklenborg- Geschäftsführer Steffen Koßmann die Dekra-Prüfung am Beispiel. Freilich gehört da noch viel mehr dazu. „Wir reparieren Lkw, die haben einen Fahrtenschreiber. Die müssen geeicht werden. Das kann nur geschultes Personal“, sagt Steffen Koßmann. Auch der Ausbildungsstand der Mitarbeiter gehört zu den Kriterien, die die Dekra untersucht hat. Die erneute Zertfizierung seines Unternehmens hat sich Steffen Koßmann etwas kosten lassen, denn umsonst macht das die Dekra natürlich nicht. Für den Tecklenborg-Chef ist das QM-Zertifikat ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Die Kunden wissen, dass sie Qualität in allen Bereichen erwarten können.

Die Tecklenborg Döbeln GmbH hat sich in jüngster Zeit erweitert. Aber nicht in Döbeln. Nicht mal in Sachsen. „Wir haben zwei Betriebe aus der Insolvenz übernommen“, sagt Steffen Koßmann. Die eine Firma ist eine Baumaschinen-Verleihstation in Berlin mit fünf Mitarbeitern, der andere eine Firma, die JCB-Baumaschinen verkauft und verleiht. Sie hat 18 Mitarbeiter und sitzt in Bremen. „Bremen ist das Tor zur Welt, vor allem für den Gebrauchtmaschinenexport. Das geht von Döbeln aus schlecht mit der Mulde“, sagt Steffen Koßmann mit Blick auf den Nordseeanschluss der Hansestadt. Er hofft auf ein Ende des Krieges in Syrien und auf gute Geschäfte mit Ladladern, Baggern und Co., die dann beim Wiederaufbau benötigt werden.

Langfristig will Tecklenborg Zuwächse im Bereich elektrisch angetriebener Arbeitsmaschinen – etwa Gabelstapler – anstreben. „Dort liegt die Zukunft“, sagt Geschäftsführer Koßmann. Anfangs skeptisch, zeigte er sich nach einer Reise in die Niederlande vom Konzept des Elektroautos überzeugt. Eine Car-Sharing-Flotte (das sind Autos, die sich mehrere Fahrer teilen) in Amsterdam bestand aus solchen Fahrzeugen und Steffen Koßmann fragte sich, weshalb die Mehrheit der Autos mit noch immer mit Erdöl-Raffinaten fahren.

Tecklenborg in Döbeln

Die Firma Tecklenborg Döbeln GmbH gibt es seit 1991, zunächst als Händler für Gabelstapler.

Seit 1999 ist der Betrieb Vertragswerkstatt für Iveco-Lastwagen.

In Döbeln arbeiten derzeit 38 Mitarbeiter, vor 25 Jahren hatte das Unternehmen 25 Mitarbeiter.

Zum Portfolio gehört nicht nur die Reparatur von Lkw und der Handel mit Gabelstaplern. Tecklenborg Döbeln vermietet und verkauft auch alle möglichen Arten von Arbeitsmaschinen, wie Radlader, Teleskoplader und Bagger.

Die Firma bildet schon immer Lehrlinge aus. Derzeit lernen bei Tecklenborg fünf junge Leute den Beruf des Mechatronikers. Dreieinhalb Jahre dauert diese Ausbildung. „Die was getaugt haben, haben wir immer übernommen“, sagt Tecklenborg-Geschäftsführer Steffen Koßmann.

Von Dirk Wurzel

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