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Döbeln Mit Frieder Berg zu besonderer Auszeichnung
Region Döbeln Mit Frieder Berg zu besonderer Auszeichnung
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10:00 30.10.2016
Quelle: Burg Mildenstein
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Leisnig

Familienfreundlich war die Burg mit ihren Angeboten schon immer, dass sie jetzt dafür ein Zertifikat hat, ist mehr oder weniger einer zufälligen Entdeckung von Sabine Rötzsch zu verdanken. Die Marketingchefin von Mildenstein entdeckte bei einer anderen Einrichtung ein Logo, das ihr unbekannt war und recherchierte. Beim Lesen der Kriterien, die die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen für das Zertifikat abfordert, stellte sie fest, dass nahezu alle in Leisnig bereits erfüllt sind. „Wir machen schon immer viel für Kinder und Familien“, erzählt Sabine Rötzsch, „und haben uns für unsere Bewerbung nicht extra etwas ausdenken müssen.“ Burg Mildenstein ist für Groß und Klein attraktiv. „Seit bestimmt 20 Jahren machen wir jetzt schon museumspädagogische Angebote, da waren wir sogar ein bisschen Vorreiter in der Region“ , erklärt Rötzsch und freut sich, dass dieses Angebot inzwischen fast schon ein Selbstläufer geworden ist. „Für 2017 sind wir da fast schon ausgebucht.“ Auch in der Dauerausstellung der Burg werde es von den Besuchern als sehr positiv empfunden, dass es immer eine Ebene für Kinder und Familien gibt. Da ist nämlich der Frieder Berg – das Maskottchen der Burg Mildenstein – der bei einem Druck auf seinen Bauch immer kleine Kapitel aus der Burggeschichte sehr kindgerecht erzählt. Diese Animation ist so beliebt, dass inzwischen sogar viele Erwachsene das Maskottchen drücken, um die Informationen abzurufen. Wandpuzzle, Wandrätsel, die man aufklappen muss, eine Schreibstube, in der man selbst zur Feder greifen kann – jede Menge interaktive Angebote machen Geschichte auf Burg Mildenstein für Groß und Klein sehr anschaulich erlebbar.

Die Prüfung, der die jeweilige Einrichtung von einer externen Agentur unterzogen wird, ist streng. „Wir haben im technischen Bereich noch ein bisschen aufgestockt“, erläutert Sabine Rötzsch. Steckdosen wurden kindersicher gemacht, im Sanitärbereich wurden extra Toilettensitze und Hocker zum besseren Erreichen der Waschbecken angeschafft. Letztlich marschierten die Leisniger mit Bravour durch die Prüfung.

Damit gehört die mittelalterliche Burganlage nun zu den insgesamt 94 touristischen Einrichtungen im Freistaat Sachsen, die als Beherbergungsstätte, Freizeiteinrichtung, Museum oder Ort als besonders familienfreundlich zu empfehlen sind. „Im Übrigen sind es im Schlösserland Sachsen drei Burgen, die dieses Zertifikat tragen dürfen: Burg Scharfenstein, Schloss Wildeck in Zschopau undwir, die einzige Burg in der Region Leipzig“, ist Sabine Rötzsch stolz. Die Leisniger wollen sich aber nicht auf ihrem Zertifikat ausruhen. Auch das Herrenhaus, das Mitte 2017 der Öffentlichkeit wieder zugängig gemacht werden soll, werde in derselben familienfreundlichen Art daherkommen wie alle anderen bereiche der Burganlage. „Wir haben unsere touristische Nische gefunden und stellen fest, dass das großen Anklang findet.“

Von Manuela Engelmann

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