Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Mit Graffiti-Projekt wollen sich Döbelner Jugendliche vernetzen
Region Döbeln Mit Graffiti-Projekt wollen sich Döbelner Jugendliche vernetzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:15 06.10.2018
Anna-Lina Matz und Michelle Finsel-Mitschke (v.l.) sowie der Künstler Jens Ossada haben den Graffiti-Projekt-Tag organisiert. Ziel ist es, Schüler verschiedener Schulen in Döbeln für eine regelmäßige Jugendideenkonferenz zu vernetzen. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Mit dem gemeinsamen Gestalten eines Graffiti-Kunstwerkes begann sich am Donnerstag die „Jugend von morgen“ zu vernetzen. Je sieben Schüler der Oberschule Am Holländer und des Lessing-Gymnasiums gestalteten mit dem freischaffenden Künstler Jens Ossada gemeinsam je eine Leinwand mit einem Graffiti. Aus insgesamt 15 Tafeln entstand so ein Gesamtkunstwerk unter dem Leitmotiv „Schubladendenken“. „Hinter dem gemeinsamen Grafitti-Kunstwerk steckt noch viel mehr“, erzählen Michelle Finsel-Mitschke und Anna-Lina Matz. Die beiden Zwölftklässlerinnen des Lessing-Gymnasiums haben mit Unterstützung von Nicole Schütze vom Verein Freiberger Agenda 21 in Döbeln die Interessengruppe „Jugend für Morgen“ gegründet. In dieser Gruppe wollen sie parteiunabhängig Jugendliche vernetzen und die jungen Leute an demokratischen Prozessen in der Stadt beteiligen. „Wir stellen uns das so vor, die interessierten Jugendlichen unserer Stadt regelmäßig an einen Tisch zu bringen. Aller paar Monate würden dann aus einer Art „Jugendideeenkonferenz“ die Anliegen der Kinder und Jugendlichen an den Stadtrat und seine Gremien herangetragen“, schildern Michelle und Anna-Lina. Ihre Idee haben die beiden Mädchen bereits im Hauptausschuss des Stadtrates vorgestellt. Sie waren dabei auf Wohlwollen gestoßen.

Nicole Schütze unterstützt sie dabei. Ihr Verein Freiberger Agenda 21 betreut im Auftrag des Landratsamtes bereits Jugendforen und Jugendparlamente in anderen Städten des Landkreises im Rahmen des Aktionsplanes: „Toleranz ist kein Kinderspiel“. Gefördert werden die Projekte aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Mit dem „Wander-Graffiti“ vom Donnerstag wollen die Jugendlichen als erstes einmal Vorurteile abbauen. „Wir haben festgestellt, dass es zwischen Oberschülern und Gymnasiasten viele Vorurteile gibt. Dieses Schubladendenken wollen wir aufweichen. Wir sind alle Jugendliche, ganz gleich ob wir Oberschule, Gymnasium oder Förderschule besuchen“, sagt Michelle Finsel-Mitschke. Das Graffiti aus 15 Tafeln zum Thema Schubladendenken wird nun am Gymnasium, anschließend an der Oberschule und danach vielleicht im Rathaus ausgestellt.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist ein wiederkehrendes Problem in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig: Autofahrer rasen zu schnell durch die Ortsdurchfahrten. Geblitzt wird nur unregelmäßig. Bürgermeister Immo Barkawitz will nun auf den psychologischen Effekt der Tempoanzeigetafeln setzen. Doch die müssen erstmal bezahlt sein.

05.10.2018

Von wegen unvergessen: Immer häufiger findet sich für Verstorbene niemand, der sie bestattet. Dann muss sich die Kommune kümmern. In Leisnig, Standort eines Krankenhauses mit Notaufnahme und nun auch eines Hospizes, belastet das zunehmend die Stadtkasse.

05.10.2018

Zu seinem 20jährigen Jubiläum hat Roßweins Heimatverein eine Broschüre in limitierter Auflage herausgebracht. Auch die neue Weihnachtsausstellung ist in Sack und Tüten.

05.10.2018