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Döbeln Mit Leidenschaft und Engagement: Leisniger Stadtbibliothek gewinnt mehr Leser
Region Döbeln Mit Leidenschaft und Engagement: Leisniger Stadtbibliothek gewinnt mehr Leser
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00:18 04.02.2017
Die achtjährige Luise ist in der Leisniger Stadtbibliothek gemeinsam mit Mutter Anja Kaufmann auf der Suche nach neuem Lesestoff. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Leisnig

Knapp 37 000 Entleihungen – genauer 36 936 – konnte die Leisniger Stadtbibliothek im vergangenen Jahr verzeichnen. Die Zahl ist nicht selbstverständlich und fliegt der Einrichtung nicht einfach so zu. Viel mehr steckt eine Menge Arbeit dahinter. Die wiederum machen Leiterin Kerstin Otto, Diplom-Bibliothekarin (FH), und Mitarbeiterin Konstanze Eulitz mit großer Leidenschaft. Das schlägt sich eben auch auf die Zahlen aus. Gut so, denn nur mit zufriedenstellenden Zahlen kann die Einrichtung Fördergeld beantragen. Zuletzt beim Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen. Der offizielle Bescheid steht noch aus, doch schon jetzt steht fest: Die Leisniger Stadtbibliothek muss sich um ihre Förderung keine Gedanken machen. Die Kriterien sind erfüllt, die Ausleihzahlen stimmen. „Die Entleihungen halten sich im Vergleich zum Vorjahr fast konstant“, weiß Kerstin Otto.

E-Books immer beliebter

Einen großen Zuspruch verzeichnete die Leisniger Bücherei im Bereich der elektronischen Bücherausleihe. „Da haben wir mit der Einführung im Mai 2015 viel Zeit und Engagement reingesteckt, lange Gespräche geführt und immer am Ball geblieben“, so die Leiterin. Waren es zum Ende des Jahres 2015 noch 352 Entleihungen der elektronischen Medien, konnte Kerstin Otto im Jahr 2016 auf die stattliche Zahl von 881 stolz sein. „Es sind auch viele ältere Menschen, die sich nach anfänglicher Skepsis dafür interessieren.“ Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Licht auf den Geräten, auf die schließlich die elektronischen Bücher geladen werden, lässt sich manuell einstellen. Mit einem Handgriff kann die Schriftgröße verändert werden.

Ein ebenso wichtiger Teil der Bibliotheksarbeit ist die Erneuerung des Bestands. „Wir bieten Medienvielfalt und Abwechslung an“, betont Kerstin Otto. Den Bestand zu erneuern, heißt nicht nur Neuanschaffungen zu tätigen. Oftmals sind es Spenden von den Lesern selbst. „Wenn manche Leser Bücher beendet haben, bringen sie sie zu uns. Wir wählen dann aus, was für unseren Bestand relevant ist.“ Dabei legen die Bibliotheksmitarbeiterinnen großen Wert auf Aktualität. „Als Bibliothekarin habe ich eine gewisse Ehre, meinen Bestand regelmäßig zu erneuern und auf dem neusten Stand zu halten“, sagt die Leiterin. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist der Leisniger Bestand um 463 Medien gewachsen.

Reisevortrag am 17. März

Dass die Einrichtung nach wie vor Leser dazu gewinnt, ist auch dem Engagement der Mitarbeiterinnen zu verdanken. 10 532 Bibliotheksbesuche waren es im Jahr 2015, 10 644 wiederum ein Jahr später. Kerstin Otto und Konstanze Eulitz halten den Kontakt zu Kindereinrichtungen der Stadt. Zusätzlich zum alltäglichen Bibliotheksgeschäft werden regelmäßig Veranstaltungen gestemmt. 29 waren es im Jahr 2016. „Dazu gehören auch unsere Bilderbuchkinos“, erzählt die Leiterin. Beim Bilderbuchkino werden Geschichen aus Bilderbüchern mit Reproduktionen der Original-Bilder in Form von digitalem Bildmaterial präsentiert. Auch Lesungen und Vorträge gehören zum Programm der Leisniger Stadtbibliothek. Die erste für dieses Jahr haben die Mitarbeiterinnen schon auf der Agenda: Michael Unger ist am 17. März zu Gast, um von seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg zu berichten. Ab heute gibt es die Karten im Vorverkauf für zehn Euro in der Bibliothek selbst und dem angrenzenden Gästeamt zu kaufen.

Kerstin Otto und ihre Mitstreiterin haben sich nur ein Ziel für das bereits begonnene Jahr gesetzt: Weitermachen, bei der Stange halten. „Das A und O ist der Ausleihbetrieb. Das ist unsere Aufgabe. Und wenn wir mit unseren großen und kleinen Veranstaltungen potenzielle Leser dazugewinnen können, ist das ein zusätzlicher Gewinn.“

Von Stephanie Helm

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