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Döbeln Mit Ultralschall gelingt der Blick auf die Gefäße
Region Döbeln Mit Ultralschall gelingt der Blick auf die Gefäße
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23:33 07.10.2012
Der Leisniger Arzt Stefan Herbruck untersucht die Halsschlagader von Hans-Gerhard Kretzschmar . Quelle: Sven Bartsch

Nicht anders war es am Sonnabend. Schon kurz nach dem offiziellen Beginn strömten viele - besonders ältere - Besucher in das Krankenhaus an der Colditzer Straße.

Für Ines Kläffling vom Marketing war dies überhaupt nicht verwunderlich. "Wir haben schon mit dem Andrang gerechnet, zumal er sich ja im Vorfeld abgezeichnet hat." Sie meint damit die Anrufe der neugierigen Bürger. "Wir haben mit Anmeldungen gearbeitet." Jedem Besucher wurde eine Zeit vorgegeben, in der er einen kostenlosen Gesundheitscheck machen konnte. Rund 140 Bürger nahmen das Angebot an. Insgesamt schätzte Kläffling die Besucherzahl auf rund 200 Menschen.

Eberhard Ehrlich aus Döbeln war einer der ersten Besucher, der sich durchchecken ließ. Zusammen mit Dr. René Schwarz ging es zur Gefäß-Dublex-Untersuchung. Dort kann man feststellen, ob Gefäße verkalkt sind oder die Bauchschlagader beschädigt ist. Mittels einer Ultraschall-Untersuchung kontrollierte der Arzt die prägnanten Stellen. Dr. Schwarz erkundigte sich ebenfalls bei Eberhard Ehrlich nach eventuellen Beschwerden wie Schwindel oder Durchblutungsstörungen. "Gerade viele Männer gehen nicht gerne zum Arzt. Es ist aber schon wichtig zu wissen, ob mit den Gefäßen im Körper alles in Ordnung ist", sagt Dr. René Schwarz und zählt als aktuelles Beispiel den Tod von Dirk Bach auf.

Bei Eberhard Ehrlich war alles soweit in Ordnung. "Das ist ein gutes Gefühl und ein guter Start ins Wochenende", sagte der Herr, der anschließend noch beim Leisniger Apfeltag vorbeischaute.

Oberärztin Dr. Kirsten Zimmermann stellte den Besuchern Gefäßprothesen vor, die über die Leiste in den Körper gelangen. Dabei war auch ein Drahtgeflecht für die Bauchschlagader, das die Besucher sogar berühren durften. Sie gab zudem Einblicke in ihr Fachgebiet und veranschaulichte Erkrankungen an einigen Röntgenbildern. "Manche Patienten vertragen leider das Röntgenkonstrastmittel nicht. Besonders solche, die Probleme mit den Nieren und der Schilddrüse haben", sagt die Oberärztin und kündigt eine Neuerung an: "Demnächst ist es auch möglich, den Patienten vor dem Röntgen Kohlendioxid zu spritzen. Das wird dann ganz normal über die Lunge abgeatmet."

Den Gefäßtag der Helios-Klinik bereicherten außerdem noch Vorträge. Dr. Peter Lübke referierte unter anderem zu Beinerkrankungen. Außerdem wurde den Besuchern noch etwas zur Schmerztherapie und zum Übergang vom Krankenhausaufenthalt zurück ins Alltagsleben erzählt. Robin Seidler

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