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Döbeln Mit alten Liebhaberstücken um die Wette geschossen
Region Döbeln Mit alten Liebhaberstücken um die Wette geschossen
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00:29 19.08.2015
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Der lud am vergangenen Wochenende zum ersten Ehemaligentreffen in der Vereinsgeschichte. Schatzmeister André Glöckner erklärt: "Weil in diesem Jahr das Roßweiner Schul- und Heimatfest gefeiert wurde und in dem Zusammenhang viele Wiedersehen stattfanden, haben wir gedacht, das wäre auch eine schöne Idee für unseren Verein." Und tatsächlich: Neben den alteingesessenen und noch aktiven Schützen fanden einige den Weg nach Roßwein, "von denen man gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, dass die mal geschossen haben", formuliert es Vereinsvorsitzender Peter Staer.

Er selbst ist seit 1971 im Schützenverein und kennt die meisten seiner Vereinskollegen. Besonders freut ihn, dass es durchaus Nachwuchs im Verein gibt. "Unser bestes Beispiel ist Ines Fallack. Sie ist erst 13 Jahre alt, nimmt aber schon an Meisterschaften teil", so Staer. Den Weg fand die damals Elfjährige über eine Aktion des Landessportbundes Sachsen, der Gutscheine für einen Jahresmitgliedsbeitrag in einem Sportverein verteilte. "Vier Mädchen und ein Junge kamen so damals zu uns. Geblieben ist am Ende nur Ines", erklärt André Glöckner stolz. Im Gegensatz dazu erwähnen die Schützen Sieglinde Kremer. Mit 63 Jahren ist sie die älteste aktive Schützin im Verein, der aktuell 33 Mitglieder zählt. Auch sie nimmt regelmäßig an Meisterschaften teil. "Das Durchschnittsalter im Verein ist natürlich schon ein wenig höher", gibt der Vereinsvorsitzende zu. Nachwuchs zu ködern fällt auch den Roßweiner Schützen schwer. Dabei sind die Voraussetzungen ideal. Das Vereinsdomizil ist seit 2006 im Besitz der Schützen. Vorher pachtete der Verein das Areal zehn Jahre lang für 3000 Euro pro Jahr. Im Erdgeschoss befindet sich ein Schießstand über 50 Meter für größere Kaliber. Im ersten Obergeschoss dagegen findet das Luftgewehrschießen statt. "Die Räume haben wir selber hergerichtet", erinnert sich der Schatzmeister. Das Hochwasser spülte den unteren Schießstand zweimal weg. Noch heute sind nicht alle Spuren beseitigt. Trotzdem lassen sich die Schützen den Spaß am Sportschießen nicht verderben.

Einmal im Monat findet ein Ranglistenwettkampf statt. Ansonsten wird einmal wöchentlich - immer donnerstags - trainiert. Vor Wettkämpfen auch schon mal öfter. Das Ehemaligentreffen ersetzt in diesem Jahr den Tag der offenen Tür, den die Schützen jedes Jahr am Wochenende nach dem 12. August veranstalten - auch um neue Vereinsmitglieder zu gewinnen. Schließlich sollen auch zum nächsten Ehemaligentreffen in ein paar Jahren die Tische noch vollbesetzt sein, damit sich Geschichten "aus der guten alten Zeit" erzählt werden können.

Stepahnie Jankowski

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