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Döbeln Mit dem roten Faden durch die Kunst: Wesselin Gospodinov stellt in Kleiner Galerie Döbeln aus
Region Döbeln Mit dem roten Faden durch die Kunst: Wesselin Gospodinov stellt in Kleiner Galerie Döbeln aus
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00:40 21.11.2011
Der rote Faden seiner Gemälde, hier verkörpert durch den angebissenen blutroten Apfel, verbunden mit einem der besonderen Themen von Wesselin Gospodinov: der weibliche Körper. Der schmale nackte Rücken einer Frau bis hinunter zu ihrem Hintern zog besonders viele Blicke auf sich. Quelle: Sven Bartsch

Im Jahr 1991 eröffnete die Kleine Galerie ihre Tore. Einer der ersten Künstler, die hier ausstellten, war Wesselin Gospodinov. "Eine besondere Ehre, dass sich der Kreis nach 20 Jahren genau hier schließt", freute sich Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) in seiner Eröffnungsrede.

Wesselin Gospodinov wurde 1962 in Bulgarien geboren. Nach seinem Kunststudium ist er seit 20 Jahren als freischaffender Kunstmaler in Freiberg unterwegs und gibt seitdem Zeichenkurse unter anderem auch an der Musikschule Döbeln. Seinen Schwerpunkt hat der Künstler auf die Porträtmalerei gelegt. "Er bedient sich dabei der Ölmalerei auf Leinwand - der Königsdisziplin", gab Kathrin Fuchs von der Kleinen Galerie einen kurzen Einblick in die Arbeit des Künstlers. "Er stürzt sich dabei vor allem auf das Gesicht der Menschen als Spiegel der Seele." Wesselin Gospodinov hielt sich eher bedeckt im Hintergrund. Auf eine Ansprache verzichtete er, stattdessen lasse er lieber seine Bilder sprechen.

Ein Selbstporträt des Künstlers, natürlich beim Malen, ziert die Wand der Kleinen Galerie. Umringt wird das Gemälde von Portraits seiner Tochter. "Er hat sie im Laufe ihrer Entwicklung gemalt", so Fuchs. Ganz besonders auffallend und als Merkmal des Künstlers interpretiert, ist das Auftreten roter Akzente in seinen Gemälden. So findet man manchmal einen angebissenen roten Apfel oder auch einen roten Faden in den zarten Händen einer Frau. "Ein gern gemaltes Thema Gospodinovs ist der weibliche Körper", erzählte Kathrin Fuchs weiter. Die weiblichen Füße neben einer Maske, der schmale nackte Rücken bis hinunter zum Hintern sind nur einige sinnliche Motive seiner Werke.

Den besonderen Klang seiner Gemälde verdeutlichen Mariana und Valentin Gogov an der Violine von der Mittelsächsischen Philharmonie. Wesselin Gospodinov widmete seiner Liebe für die Musik auch drei seiner Werke: Aus drei verschiedenen Blickwinkeln malte der Künstler eine Klarinettenspielerin.

Zur Stärkung der Gäste und als Dank für die jahrelange Treue und Unterstützung tischte das Team der Kleinen Galerie ein Buffett mit Sektempfang auf. Denn neben dem 20-Jährigen gab es für das Stadtmuseum ebenfalls einen runden Geburtstag zu feiern: "30 Jahre Stadtmuseum und 20 Jahre Kleine Galerie - beides sind große Ereignisse für uns", freute sich Kathrin Fuchs. Bis zum 29. Januar können die spannenden Ölgemälde von Wesselin Gospodinov noch in der "Kleinen Galerie" bestaunt werden. Stephanie Jankowski

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