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Mit der "Meerjungfrau" geht's los: Seebühne Kriebstein plant starke Saison

Mit der "Meerjungfrau" geht's los: Seebühne Kriebstein plant starke Saison

Die einzige Seebühne Sachsens geht in diesem Jahr in ihre neunte Saison. Start ist am Sonnabend des Pfingstwochenendes. Ziel des Mittelsächsischen Theaters ist es, die Auslastung der Platzkapazität - im Vorjahr lag sie bei 85 Prozent - noch weiter zu steigern.

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Mit dem Kinder- und Familienstück "Undine, die kleine Meerjungfrau" beginnt im Mai die Spielzeit auf der Seebühne Kriebstein.

Quelle: Sven Bartsch

Kriebstein. Dafür steht unter anderem wieder eine neu inszenierte Nummer-Eins-Operette auf dem Spielplan. Nach der "Schatzinsel", der "Prinzessin von Gerolstein", dem "Weißen Rössl" und dem "Zigeunerbaron" geht es diesmal in die Pfalz, mit dem "Vogelhändler" von Carl Zeller. Premiere ist am 27. Juni.

 

Über weitere Neuigkeiten und Vorhaben in der anstehenden Spielzeit informierten gestern der Intendant des Mittelsächsischen Theaters, Ralf-Peter Schulze, und die Geschäftsführerin Christine Klecker direkt vor Ort am Kriebsteinsee. "Der Besucherzustrom zur Seebühne hat eine erstaunliche Kontinuität entwickelt. Die Menschen wissen, dass sie hier kulturelle Ereignisse erwarten können, die ganz groß angelegt sind", sagte Intendant Schulze. Vorstellungen auf der schwimmenden Bühne seien Ressourcen fordernd. Das, was das Theater insgesamt zu bieten habe, werde in Kriebstein an Personal und Technik aufgeboten. Schulze: "Wir hoffen, mit dieser Opulenz auch immer wieder neue Besucher zu erreichen."

 

Schon jetzt ist die Seebühne ein Besuchermagnet, der den Tourismus im Naherholungsgebiet Kriebstein nach vorn bringt, bestätigt Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre. "Allein im Vorjahr hat das Theater mit der Seebühne 10 500 Gäste zu uns gelockt. Mit den anderen Veranstaltungen, die es auf der Seebühne gab, waren es sogar 15 000", rechnet Caro vor.

 

Geschäftsführerin Klecker verweist auf die überregionale Ausstrahlung, die die Seebühne inzwischen erlangt hat. Aus Berlin, Hof, Franken und sogar aus Karlsruhe kämen die Besucher. "Wir haben es geschafft, die Seebühne weit über die eigene Region hinaus bekannt zu machen. Das heißt nicht, dass keine Luft nach oben ist." So reagiert das Mittelsächsische Theater auf die große Nachfrage und verlängert die Theatersaison zum ersten Mal bis in den September hinein. Gezeigt wird dann das Erfolgsstück vom Vorjahr, der "Zigeunerbaron". Ebenfalls auf die Wünsche des Publikums geht laut Klecker die Entscheidung zurück, keine Abendvorstellungen mehr anzubieten. Die Operettenaufführungen beginnen deshalb meist um 17 Uhr, manchmal bereits um 16 Uhr. Gastregisseur Klaus Kühl bedauert das, weil für ihn abendliche oder nächtliche Aufführungen und die damit verbundenen Lichtspiele eine besondere Atmosphäre haben. Aber: "Rund 80 Prozent unserer Zuschauer kommen lieber nachmittags. Das hängt damit zusammen, dass viele Gäste den Nachhauseweg nicht im Dunkeln antreten möchten", erklärt Klecker.

 

Die Ausstattung für die Operette "Der Vogelhändler" übernimmt wie bei vorangegangenen Seebühnen-Inszenierungen Tilo Staudte. Dieser hat gestern nicht nur das Modell eines riesigen Schreibtisches präsentiert, der das Bühnenbild prägen wird. Staudt verriet auch: "Zum ersten Mal werden wir die Rückseite der Seebühne gestalten. So müssen die Schifffahrt-Fahrgäste nicht mehr das Gefühl haben, an einer Schießbude vorbeizufahren."

 

Nicht nur, aber vor allem für Kinder wird zu Beginn dieser Spielzeit "Undine, die kleine Meerjungfrau" aufgeführt, zum ersten Mal am Sonnabend des Pfingstwochenendes. Undine war im vergangenen Jahr nicht ausverkauft. Das liegt laut Christine Klecker auch daran, dass der Kriebsteinsee zum Beispiel für Schulklassen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen sei. "Für eine Vorstellung bekommen wir den Bustransport gesponsert, die ist auch ausverkauft", sagt die Geschäftsführerin. "Die Kultur ist da, die Leute müssen sie aber auch erreichen können."

 

© Kommentar

Olaf Büchel

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