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Döbeln Mittelsachsen im Wandel
Region Döbeln Mittelsachsen im Wandel
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00:56 02.01.2012
Mittelsachsen seifft sich nicht ein. Die Seiffener entschieden sich per Volksentscheid für einen Verbleib im Landkreis Erzgebirge. Quelle: PR / Montage: Wolfgang Sens

Hartmannsdorf-Reichenau müsste für die anvisierte Ehe den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verlassen. Denn Frauenstein liegt im Kreis Mittelsachsen. Derweil haben die Seiffener ihre Meinung geändert: Per Volksentscheid stimmten sie für einen Verbleib im Landkreis Erzgebirge.

Dabei hatten sich die Seiffener zunächst für eine Fusion mit Neuhausen in Mittelsachsen stark gemacht und ein Volksbegehren zum Volksentscheid eingeleitet. Aber die Stimmung war gespalten und einige Fans des Erzgebirgskreises argumentierten mit falschen Fakten. "Die Fahrerlaubnis- und Kfz-Zulassungsbehörde ist in Döbeln zu finden", so der Seiffener Pfarrer Michael Harzer auf der Homepage des FDP-Kreisverbandes Erzgebirge. Aber kein Seiffener hätte je den Weg ins Flachland antreten müssen, um in Döbeln Führerschein- und Zulassungsgeschäfte abzuwickeln. Denn Mittelsachsen leistet sich den Luxus dreier solcher Behörden an den Standorten Freiberg, Döbeln und Mittweida und das soll auch so bleiben.

In Hartmannsdorf und Reichenau fehlen solche Scharfmacher. Die Burg Frauenstein ist den Einwohnern von Hartmannsdorf näher als Schloss Sonnenstein. Während die Burganlage von den Hügeln rund um die Gemeinde gut sichtbar ist, liegt das sanierte Pirnaer Landratsamt eine rund 45-minütige Autofahrt entfernt. In Frauenstein gehen die Hartmannsdorfer einkaufen oder zum Arzt, besuchen Freunde und Bekannte. Einer Gemeindefusion über die Kreisgrenzen hinweg sind die Erzgebirger zugetan. Für einen Anschluss Hartmannsdorf-Reichenaus an die Stadt Frauenstein zeichnet sich ein Lichtstreif der Hoffnung am Horizont ab. Die Gemeinde ist zurzeit noch mit Pretzschendorf in einer Verwaltungsgemeinschaft liiert. Diese strebt aber eine Fusion mit Höckendorf an. "Die Entscheidung über eine Gemeindefusion soll im kommenden Jahr fallen", kündigt Bürgermeisterin Kerstin Winkler (CDU) an. Damit könnte Hartmannsdorf-Reichenau die Verwaltungsgemeinschaft verlassen und sich mit Frauenstein vereinigen. "Wir prüfen, ob dies rechtlich möglich ist", so Winkler.

Mittelsachsens Landrat würde die Hartmannsdorfer mit offenen Armen empfangen. "Wir stehen dem positiv gegenüber und sind über jeden froh, der bei uns kommunalpolitisch partizipieren will", sagt Kreischef Volker Uhlig (CDU). Die Hochzeit beider Kommunen bedarf allerdings der Zustimmung des sächsischen Innenministeriums. "Die werden das genau prüfen. Schließlich will keiner die Büchse der Pandora aufmachen und einen Gemeindetourismus etablieren", prophezeit Uhlig.

Silvio Kuhnert/Dirk Wurzel

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