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Döbeln Mittelsachsens Landfrauen entern Küsterhaus Mochau
Region Döbeln Mittelsachsens Landfrauen entern Küsterhaus Mochau
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00:21 15.06.2018
Großer Besuch für Regina Bonk (r.): 26 Landfrauen kamen, um sich das Museum in Mochau anzusehen. Quelle: Sven Bartsch
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Mochau

Kaum ein Stuhl blieb übrig am Dienstagnachmittag im Mochauer Küsterhaus: 26 Landfrauen Mittelsachsens waren in das Museum gekommen, um sich zur Orts-, Schul- und Heimatgeschichte von Fachfrau Regina Bonk herumführen zu lassen.

Und die Damen – allesamt früher beruflich in der Landwirtschaft tätig - fanden einige Erinnerungen aus Jugend und Berufsleben wieder. „Wenn ich die alten Brigadetagebücher sehe – die mussten wir auch immer führen“, erzählte Sieglinde Dittert, die einst in einer Schweinemastanlage gearbeitet hatte. „Dort haben wir drin festgehalten, was für Ausflüge wir gemacht und was wir erlebt haben. Das musste genau dokumentiert und eingereicht werden. Dann gab es wieder Geld für die Brigadekasse für den nächsten Ausflug“, berichtete sie.

Überwältigende Erinnerungen

„Überwältigend und wunderschön“, fand Ortsgruppenleiterin Steffy Steinborn die Ausstellung im 300 Jahre alten sanierten Fachwerkhaus. „Da kommen viele Erinnerungen wieder hoch – die Fahrkarten von den Zugfahrten früher, die Puppenstuben, die alten Wärmflaschen oder der Tropfenfänger an der Kaffeemaschine“, meinte sie und lachte.

Überhaupt war die Stimmung der Frauen, zu denen auch Ortsangehörige wie Bärbel Weber, Ehefrau des früheren Mochauer Bürgermeisters Gunter Weber, gehören. „Insgesamt sind wir 49 Mitglieder und treffen uns einmal im Monat zu so einer Ausfahrt wie heute. Dazu haben wir Infoveranstaltungen zu Erster Hilfe oder Verkehrsteilnehmerschulungen und nehmen immer an der Erntekronausstellung teil“, erklärte Steffy Steinborn.

Mitglieder über Kreisgrenzen hinaus

Die Gruppe existiert seit 1992, maßgeblich initiiert von Ilse Wachs, die viele Frauen zum Mitmachen animiert hat. Die Mitglieder stammen von weit über die Kreisgrenzen hinaus auch aus Großenhain, Kamenz oder Meißen. Erst im Mai war man wieder zu einer mehrtägigen Ausfahrt unterwegs – diesmal ins Saarland.

Regina Bonk (l.) bot eine einstündige Runde zum Anfassen durch das Museum. Quelle: Sven Bartsch

Am Dienstag aber waren alle Augen auf Regina Bonk und ihr Küsterhaus gerichtet. Die 78-Jährige beantwortete alle Fragen rund um Alltag, Schule und Kirche in den letzten 150 Jahren. Einmal im Monat hat sie Gruppen wie die Landfrauen zu Gast und öffnet zusätzlich zu den Sonntagen, an denen die Allgemeinheit kommen kann.

„Eine Gruppe aus dem Roßweiner Heim Berta Börner ist schon angemeldet und auch aus Westewitz kommt eine Gruppe. Für Leute, die nicht mehr die Treppe hochsteigen können, habe ich Bilder von der Ausstellung oben“, sagte Bonk. Die Arbeit sei so etwas wie ein Lebenselixier für sie.

Von Sebastian Fink

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