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Döbeln Mittelsächsisches Theater: 16 Premieren unter dem Motto „Liebe Freiheit“
Region Döbeln Mittelsächsisches Theater: 16 Premieren unter dem Motto „Liebe Freiheit“
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15:18 23.06.2016
Dauerbrenner auf der Seebühne Kriebstein: Hello Dolly. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Mittelsachsen

Neue Wege geht das Mittelsächsische Theater in der neuen Spielzeit. Erstmals wird es keine Pause geben, sondern es wird durchgespielt. Wenn die „Indoor“-Saison beendet ist, geht es hinaus. Das Potenzial der Seebühne Kriebstein soll noch intensiver genutzt werden. Und zwar auch, um die Eigeneinnahmen zu steigern. Das nämlich ist einer der Wege, die das Theater geht, um in Zeiten knapper Kassen seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Kulturbetriebes zu leisten.

Auch die Mitarbeiter selbst beteiligen sich an der Substanzsicherung des Theaters, indem sie auf die ihnen zustehende tarifliche Entlohnung verzichten. Ralf-Peter Schulze, Intendant des Mittelsächsischen Theaters, ist dafür dankbar. Würde das Theater die tarifliche Lohnerhöhung zahlen, stünde zum 31. Juli 2017 ein Defizit von 950 000 Euro zu Buche.

Allein, dieser Verzicht genügt nicht. Erstmals seit langer Zeit müssen auch die Eintrittspreise leicht erhöht werden. Zwei Euro mehr als bisher werden die Karten im Freiverkauf kosten, im Anrecht ist es ein Euro – hier die erste Erhöhung seit 2012/13. Was dafür geboten wird, kann sich auch in der neuen Spielzeit sehen lassen. Auf 16 Premieren und 13 Wiederaufnahmen darf sich das Theaterpublikum in Döbeln und Freiberg und natürlich auf der Seebühne Kriebstein freuen. „Liebe Freiheit“ ist das Motto der neuen Spielzeit, wieder gibt es großes Theater auf der kleinen mittelsächsischen Bühne. „Liebe ist ein notwendiges Element im Umgang mit dem Menschen“, so Schulze, „sie sollte kein Luxus sein, sondern Grundlage unseres Handelns.“ Getreu des Mottos startet die Spielzeit im September mit dem Schauspiel „Neun blaue Nächte“, einer berührenden, grenzenlosen Liebesgeschichte über Ländergrenzen hinweg. Gespielt wird die männliche Rolle von Delschad Numan Khorschid, ein irakischer Kurde, der zu Gast am Mittelsächsischen Theater ist, die weibliche Rolle spielt Anna Bittner.

Ebenso berührend geht es weiter im Spielplan – mit „Der gute Mensch von Sezuan“, einer Geschichte zum Zustand der Welt, eines der bekanntesten Werke von Bertolt Brecht. Wie alle weiteren Schauspiel-Stücke in dieser Spielzeit – insgesamt acht an der Zahl – wird hier die Frage nach dem Wesen von Liebe und Freiheit behandelt. Das Musiktheater reiht sich ein in diese Thematik. Angefangen bei Lortzings Komischer Oper „Der Wildschütz“ über „Romeo und Julia“ – „eine traurige Geschichte, getaucht in schönste Melodien“ – bis hin zur Schlager-Revue „Ich bring dich um die Ecke...“ oder dem Musical „Anatevka“ die kleine Bühne präsentiert sich vielseitig und anspruchsvoll. Nicht ausschließlich der Quantität verpflichtet zu sein, sondern vor allem der Qualität, das betont Ralf-Peter Schulze. „Bei unseren Stücken geht es immer um etwas Wesentliches, nicht nur um die kleine, kurzfristige Unterhaltung.“

Von Manuela Engelmann

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