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Döbeln Mochau: Ausverkauf bei Stemke läuft auf vollen Touren
Region Döbeln Mochau: Ausverkauf bei Stemke läuft auf vollen Touren
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14:17 17.10.2016
Quelle: HT KG
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Döbeln/Mochau

Aus der jüngsten Werkhalle im Gewerbegebiet Fuchsloch muss jetzt alles raus. Die Rettung der insolventen Stemke Kunststofftechnik ist erst vor wenigen Wochen endgültig gescheitert. Ein Verkauf der Traditions-Firma als Ganzes kam nicht zustande. Nun sollen bei einer Versteigerung im Internet alle beweglichen Güter des Unternehmens zu Geld gemacht werden.

Der Insolvenzverwalter Nils Freudenberg hat im Zuge der Abwicklung von Stemke die HT Hanseatische Industrie-Consult aus Hamburg damit beauftragt, das komplette Anlagevermögen der Kunststofftechnik-Firma zu verwerten. Diese Verwertung erfolgt über eine bereits angelaufene Online-Insolvenzversteigerung, an der sich jeder beteiligen kann und die am 8. November endet. In der Versteigerung befinden sich zirka 600 Einzelpositionen aus den Bereichen Spritzguss, Werkzeugbau und Zubehör. Das heißt: von Tischwaage und Elektro-Schleifgerät über Werkbank und VW-Transporter bis hin zu Drehmaschine und Fräs-Bearbeitungszentrum steht eine breite Technik-Palette im reich bebilderten Online-Auktions-Katalog. Dort sind auch die Startpreise zu finden.

„Für weit über die Hälfte der eingestellten Positionen sind bereits Gebote abgegeben worden. Das ist zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich und zeigt, dass die Versteigerung sehr gut angelaufen ist“, sagt ein zufriedener Holger Haun, einer der Geschäftsführer der HT Hanseatische Industrie-Consult. Der Spezialist für Verwertungen im Industriebereich verfügt bereits seit 1995 über eine sächsische Niederlassung in Chemnitz und hat somit auch bei Versteigerungen in Ostdeutschland sein „Stammpublikum“. Das können laut Haun bei Sachwerten aus den Bereichen Büro, EDV oder Fuhrpark Privatleute sein, für Werkzeug oder kleinere Maschinen gebe es Interessenten aus dem Kleingewerbe und für die großen Bearbeitungszentren ein ganz spezielles Klientel. Ein Beispiel: für ein Fräsbearbeitungszetrum des Herstellers Hermle sind bereits 31 Gebote eingegangen, das höchste lag gestern Nachmittag bei 80 000 Euro. Viele der Bieter seien erfahrungsgemäß aus dem Ausland, so Haun.

Dass es im Betrieb von Stemke so aufgeräumt und sauber aussieht, was auf den Fotos im Katalog leicht zu erkennen ist, führt der Geschäftsführer als einen Grund für den guten Lauf der Auktion an. „Dabei wissen wir, die richtige Musik spielt erst zum Schluss.“ Also erst kurz vor dem Ende der Versteigerung am 8. November gingen die Gebote noch einmal deutlich nach oben. Dabei müssen die Interessenten auch die Kosten für die Demontage und den Abtransport einkalkulieren. Denn diese hat der Käufer mit zu übernehmen.

Wer die vielen Dinge nicht nur im Online-Katalog, sondern live vor Ort in Augenschein nehmen möchte, der hat am 3. November Gelegenheit dazu. An diesem Tag ist von 9 bis 16 Uhr eine öffentliche Besichtigung bei Stemke im Fuchsloch möglich. Was mit den Gütern geschieht, für die sich niemand interessiert, steht noch nicht fest. Holger Haun: „Ich gehe davon aus, dass nicht allzu viel übrig bleibt.“

Von Olaf Büchel

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