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Modell der Döbelner Innenstadt wird im Sommer 2018 aufgestellt

Lionsclub sucht nach weiteren Spendern Modell der Döbelner Innenstadt wird im Sommer 2018 aufgestellt

Die Döbelner Innenstadt zum Anfassen haben die Mitglieder des Döbelner Lionsclubs jetzt bei Bildhauer Egbert Broerken aus Soest in Auftrag gegeben. Im kommenden Sommer soll das Stadtmodell aus Bronze in der Döbelner Innenstadt aufgestellt werden. Finanziert wird das knapp 40 000 Euro teure Projekt aus Spenden.

Auch in Freiberg gibt es ein solches Stadtrelief. Die Döbelner Kunzemann-Grundschüler haben es bei einer Exkursion schon mal ertastet. Für Döbeln fertigt der Künstler Egbert Broerken jetzt zunächst ein Wachsmodell der Muldeninsel.

Quelle: Kunzemann-Schule

Döbeln. Die Döbelner Innenstadt zum Anfassen und als Kunst im öffentlichen Raum haben die Mitglieder des Döbelner Lionsclubs jetzt bei Bildhauer und Hochschullehrer Egbert Broerken aus der Nähe von Soest in Westfalen in Auftrag gegeben. Der Vertrag mit dem Künstler über das Stadtmodell aus Bronze wurde jetzt geschlossen. Im kommenden Sommer soll es in der Döbelner Innenstadt aufgestellt werden. Finanziert werden soll das knapp 40 000 Euro teure Kunstwerk durch eine Spendenaktion, welche die Döbelner Lionsfreunde bereits angeschoben haben. Seit dem Jahr 2012 veranstaltet der Lions Club Döbeln jährlich sehr erfolgreich Benefizkonzerte. Bisher wurden mit den Einnahmen Behinderteneinrichtungen und soziale Zwecke unterstützt. Mit ihrem Benefizkonzert am 7. Mai in der Döbelner Stadtkirche gaben die Lions den Startschuss für die Finanzierung des neuen Kunstprojektes.

Die Idee zu den bronzenen Stadtreliefs hatte der Künstler, als er in seiner Heimatstadt Soest die Schüler der dortigen Blindenschule bei einem Stadtrundgang sah. Zwischenzeitlich hat er 120 solcher Modelle gefertigt und lässt damit Blinde etwa den Dom zu Münster oder die Städte Osnabrück und Solothurn in der Schweiz ertasten.

Die Döbelner und ihre Gäste sollen ab nächstem Sommer auch die Döbelner Innenstadt ertasten und erfühlen können. Allen anderen großen und kleinen, behinderten und nichtbehinderten Gästen soll das Modell die Stadt Döbeln anschaulicher machen. „Wir haben uns auf den Maßstab 1:650 geeinigt. Damit wird das Modell etwa 1,50 Meter lang und etwa einen Meter breit sein“, sagt Maik Schröder. Der Architekt und Lionsfreund leitet beim Döbelner Lionsclub die eigens gebildete Arbeitsgruppe Stadtmodell. Offen ist dagegen noch, wo das Modell aufgestellt wird. Die Ursprungsidee war, den östlichen Teil des Obermarktes, der gerade mit einigen leerstehenden Geschäften zu kämpfen hat, mit dem Stadtmodell ein wenig aufzuwerten. Standort könnte dort der kleine Hain mit den großen Porphyrsteinen werden. Mehr Platz für das Modell und seine Besucher gäbe es dagegen an der kleinen Parkanlage in der Ritterstraße neben der Mühle. Die liegt zudem direkt am Mulderadweg. Dort wäre das Modell ein schöner Orierentierungspunkt für Besucher, die sich die Innenstadt erschließen wollen.

Bei der Finanzierung haben die Lionsfreunde mit dem Benefizkonzert im Mai den Auftakt gemacht und 3100 Euro Erlös eingenommen. Mittlerweile hat sich mit der B&O Wohnungswirtschaft GmbH Chemnitz, welche den Wohnpark der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt in der ehemaligen Leninschule umsetzte, mit einer Spende von 10 000 Euro beteiligt. Damit die Idee auch möglichst von breiten Bevölkerungsschichten getragen wird, gehen die Lionsfreunde jetzt auf weitere potenzielle Spender zu. Jeder kann dafür spenden und wird zum Dank auf der Homepage der Lions im Internet verewigt. Spender mit Summen ab 500 Euro werden auf einer Tafel neben dem Modell genannt. Ab 3000 Euro werden sie auf dem Sockel verewigt.

Wer für das Stadtmodell spenden möchte kann dies mit einer Überweisung an den Förderverein des Lionslubs Döbeln e.V. bei der Kreisparkasse Döbeln, IBAN: DE49 8605 5462 0391 0045 49 tun. Verwendungszweck: Stadtmodell

Von Thomas Sparrer

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