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Döbeln Mord-Motiv bleibt weiter im Dunkeln
Region Döbeln Mord-Motiv bleibt weiter im Dunkeln
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20:14 14.03.2012
Das Flussbett und das Ufer der Mulde sowie die gesamte Döbelner Muldeninsel suchten Einsatzgruppen der Polizei nach dem Mord im November ab. Im Fluss wurde schließlich auch die Tatwaffe gefunden. Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)
Chemnitz/Döbeln

Er ist dringend tatverdächtig, am 1. November 2011 den 41-jährigen Pizzeria-Betreiber und Autohändler Jamal Al M. in seiner Pizzeria in der Döbelner Rudolf-Breitscheid-Straße mit vier Schüssen regelrecht hingerichtet zu haben. Zunächst war wohl von einem professionellen Auftragsmord ausgegangen und von Automafia, Bandenkriminalität bis Drogenmilieu spekuliert worden. Doch schon vor einigen Wochen deuteten Ermittler an, dass es sich nicht um organisierte Kriminalität sondern um eine Beziehungstat gehandelt habe. Geht es dabei um Geschäftsbeziehungen zwischen Täter und Opfer? Oder gar um die Liebesbeziehung zu einer Frau, um Rache, Eifersucht? "Wir wollen im Rahmen der laufenden Ermittlungen die Hintergründe der Beziehungstat noch nicht preisgeben", sagte Staatsanwältin Ingrid Burghart gestern im Gespräch mit der DAZ. Ob das vor einigen Wochen neu angefertigte Fahndungsplakat in deutscher, türkischer und arabischer Sprache mit einem neuen Phantombild entscheidende Hinweise brachte, verrät sie ebenfalls nicht. 10 000 Euro Belohnung waren für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgesetzt. "Die Auswertung aller Hinweise läuft ebenso noch, wie die gesamten Ermittlungsarbeiten andauern. Deshalb ist auch über die 10 000 Euro Belohnung noch nicht entschieden", so Burghart.

Nach Informationen der DAZ geht die Polizei auch noch der Frage nach, ob es einen Komplizen gab, der sich mittlerweile möglicherweise in den Irak abgesetzt hat. "Dazu kann und will die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt nichts sagen", teilte Staatsanwältin Ingrid Burghart weiter mit.

In Döbeln war die Verhaftung des Tatverdächtigen gestern Gesprächsthema Nummer eins. Auch zahlreiche Rundfunksender hatten die Vorabmeldung der DAZ vom Dienstagnachmittag aufgegriffen. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) hatte sich gegenüber der DAZ erleichtert geäußert.

❏ Die Kreissparkasse Döbeln hatte Erich Heckels Geburtshaus 2010 erworben, das Dach des Vorderhauses erneuert und begonnen, die beiden Hinterhäuser umzubauen.

❏ Einziehen werden hier das Generationen- und das Vermögensmanagement sowie die Kreditabteilung der Kreissparkasse. Der Clou wird allerdings eine Dauerausstellung mit Werken des weltberühmten Expressionisten und bedeutenden Vertreters der Künstlergruppe "Die Brücke" sein. Stadt, Evangelische Kirchgemeinde und Sparkasse sind bereits in Besitz zahlreicher Heckel-Bilder.

❏ Im Frühsommer soll die Eröffnung des "Sparkassenhauses Erich Heckel" sein - so lautet die offizielle Bezeichnung der beiden Hinterhäuser. Das kündigte Vorstandschefin Reingard Pöhnitzsch an.

T. Sparrer

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