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Döbeln Musical „Hello, Dolly!“ auf Seebühne Kriebstein zu erleben
Region Döbeln Musical „Hello, Dolly!“ auf Seebühne Kriebstein zu erleben
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13:23 04.05.2016
Mit musikalischen Kostproben machen Susanne Engelhardt als Dolly (vorn, Mitte) und die drei männlichen Hauptdarsteller Martin Gäbler (Horace Vandergelder/vorn links), Jens Winkelmann (Cornelius Hackl/vorn rechts) und Derek Rue (Barnaby Tucker/rechts neben Dolly) sowie der Opernchor des Mittelsächsischen Theaters auf das Sommertheater 2016 neugierig. Am 11. Juni hat das Musical „Hello, Dolly!“ Premiere.  Quelle: Sven Bartsch
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Kriebstein

 „Hello Dolly“ zählt zu den absoluten Klassikern des Musical-Genres. Eine spritzige Handlung und zeitlos swingende Broadway-Melodien begeistern bis heute Zuschauer aller Generationen. Dafür sorgt natürlich in erster Linie das tanz- und spielbegeisterte Ensemble des Mittelsächsischen Theaters, allen voran Susanne Engelhardt. Wer sie als begeisternde Norma Desmond im „Sunset Boulevard“ erlebt hat, darf sich auf eine Dolly mit Star-Appeal freuen, die in allen 18 Vorstellungen brillieren wird.

 Dolly ist eine Frau von Welt. Sie kennt sich aus: im Provinzstädtchen wie in der Metropole, im Gemischtwarenladen wie im mondänen Ausflugslokal. Da das Vermitteln von Hochzeiten zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört, verwundert es nicht, dass sich der millionenschwere Witwer Horace Vandergelder (Martin Gäbler / Sergio Raonic Lukovic) ausgerechnet an sie wendet. Zuerst geht alles schief, was schief gehen kann, am Ende aber gibt es vier glückliche Paare. Und die beste Partie hat sich Dolly natürlich selbst geangelt.

Eindruckvolle, opulente Bühnenbilder

„Dieses Stück gibt uns Spielraum für tolle Regie, farbenfrohe Kostüme und eindrucksvolle Bühnenbilder – also für genau die Opulenz, mit der wir auf unserer Seebühne touristische Events anbieten wollen, die sich durch ihre Einzigartigkeit dauerhaft im Bewusstsein der Menschen festsetzen“, schwärmt Intendant Ralf-Peter Schulze und vertraut dabei aus Erfahrung auf die Kreativität von Ausstatter Tilo Staudte und Regisseur Ivan Alboresi. Die zaubern in diesem Jahr Broadway-Feeling an die Talsperre. Mit einem kollosalen Bühnenbild und schrillen Kostümen.

Lady Liberty thront zwölf Meter über dem Wasser. Vor der Naturkulisse der Talsperre Kriebstein zeichnet sich die Skyline von New York ab. Die Hauptbühne weht dem Zuschauer wie eine amerikanische Flagge entgegen. Die rot-weißen Streifen verbinden das blaue Flaggenfeld im oberen Bereich der Bühne mit dem Sternenbanner im unteren. Über Brücken ist der New Yorker Broadway mit zwei weiteren Schauplätzen verbunden: dem schlichten Geschäftshaus im ländlichen Yonkers und dem verspielt pinken New Yorker Hutladen.

 Inszenierung mit gewagten Kostümen

Gewagt, schräg und schrill sind die Kostüme, die Regisseur Ivan Alboresi für seine Inszenierung bei Stephan Stanisic „bestellt“ hat. Der Kostümdirektor des Theaters Magdeburg entwarf 2015 die Roben für die Inszenierung im Neustrelitzer Schlossgarten und kann daher auf einen großen Fundus zurückgreifen. Nur für Susanne Engelhardt kreiert die Freiberger Theaterschneiderei neue Kleider, denn so Ivan Alboresi, die sächsische Dolly habe viel mehr Sex-Appeal.

„Dieses Musical ist ein wahres Entertainment-Paket, rhythmisch, mitreißend – eine echte Show“, so der musikalische Leiter Juheon Han. Gemeinsam mit Alexander Livenson und dem amerikanischen Gastdirigenten Bill Reber studiert der Erste Kapellmeister die eingängigen Melodien mit Solisten und Opernchor des Mittelsächsischen Theaters, amerikanischen Gesangsstudenten und der Mittelsächsischen Philharmonie ein. Da der einstige Meistertänzer Alboresi neben der Regie auch die Choreographie der „Dolly“ übernimmt, dürfen die Sänger auch wieder ihre tänzerischen Talente zeigen.

Schlechtwettervariante gibt es nicht

Also kommen Sie zu Dolly! Am 11. Juni, 17.30 Uhr, ist Premiere. Bis zum 17. Juli ist das Musical zu erleben. Eine Schlechtwettervariante gibt es in diesem Jahr nicht. Schulze: „Unsere Besucher verbinden mit einer Vorstellung auf der Seebühne das Erlebnis einer unglaublichen Naturkulisse. Das geht ihnen bei der Schlechtwettervariante HarthArena völlig verloren. Deshalb hoffen wir natürlich auf 18 Abende bei bestem Wetter. Sollte uns Petrus einen Strich durch die Rechnung machen, werden die Vorstellungen zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt. Aber eben in der Natur.“

Eröffnet wird die Freiluft-Theatersaison an der Talsperre Kriebstein übrigens schon am Pfingstsonnabend, 15 Uhr, mit „Klassikern der Filmmusik“ von der Mittelsächsischen Philharmonie.

Von Kathrin Gerlach

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