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Döbeln Mut zur Bahn soll Goldenen Stiefel bringen – Waldheimer nominieren Andreas Lässig
Region Döbeln Mut zur Bahn soll Goldenen Stiefel bringen – Waldheimer nominieren Andreas Lässig
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Andreas Lässig, Vorsitzender der Waldheimer Eisenbahnfreunde zeigt auf den Container, der nun vom Bahngelände verschwunden ist. Quelle: Foto: Dirk Wurzel
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Waldheim

Andreas Lässig soll den „Goldenen Stiefel“ bekommen. Der 58-Jährige führt seit 2013 den Vorsitz des Vereins der Waldheimer Eisenbahnfreunde. „Dazu gehörte eine große Portion Mut, das alte Erbe des insolventen Vorgänger-Vereins zu übernehmen. Die vielen negativen Schlagzeilen, die jahrelange Brückensperrung zwischen Rauschenthal und Kriebethal waren für einen Neustart nicht die besten Voraussetzungen“, sagt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Vier Waldheimer haben Andreas Lässig nun für den Ehrenamtspreis nominiert, den die DAZ gemeinsam mit dem Landkreis Mittelsachsen und der Sparkasse Döbeln vergibt.

Nun, der Mut hat sich ausgezahlt. Die Waldheimer Eisenbahnfreunde haben nicht nur die Strecke, sondern neulich auch Zugriff auf das rollende Material. „Andreas Lässig hat mit organisatorischem Geschick, Geduld und Ausdauer die Umsetzung eines verfallenen Stationsgebäudes aus dem Raum Lommatzsch zur Rauschenthalbahn bewirkt. Zusammen mit dem Denkmalschutz, dem Jobcenter mit MAE-Kräften und Vereinsmitgliedern steht das Projekt vor der Fertigstellung. Ohne seine Durchsetzungskraft wäre das Projekt noch im Ideenstadium“, schreibt Dr. Hans-Rainer Fischer in seiner Nominierung. Auf dem Eisenbahngelände in Unterrauschenthal steht nicht nur das aufwendig sanierte Stationsgebäude. Dort hält auch bald wieder ein Zug. „Im Mai kommenden Jahres wollen wir mit dem Fahrbetrieb beginnen“, sagt Andreas Lässig. Dazu müssen die Vereinsleute noch den Personenwagen beplanken und so umbauen, dass auch Rollstuhlfahrer gut rein und rauskommen. Eine zusätzliche Tür muss her. Und mobile Rampen. Denn falls das Bähnle einmal bis zum Güterbahnhof fährt, gibt es gleich eine Rampe für den barrierefreien Zugang zum Zug.

Zur Zeit lässt der Verein den Parkplatz in Unterrauschenthal herrichten. Das Gerümpel ist beräumt, so etwa ein alter Container. Den Mutterboden hat der Verein abtragen und Mineralgemisch einbauen lassen. Darauf kommen Rasengitterplatten, die dann wieder mit dem Mutterboden verfüllt werden. Schließlich braucht das Gras Erde zum Wachsen. So wird nach und nach alles schick bei der Kleinbahn nach Kriebethal. Einzig die Sanierung der Lindenhofbrücke fehlt noch. Diese ist wegen Sicherheitsmängeln gesperrt, was die Eisenbahnstrecke arg verkürzt. An diesem Thema ist aber die Stadt dran.

Von Dirk Wurzel

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