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Mutmaßliche Brandstifterin kommt Ende August vor Gericht

Staatsanwaltschaft wirft der 70-Jährigen Haubewohnerin aus Döbeln-Nord Brandstiftung mit Todesfolge vor Mutmaßliche Brandstifterin kommt Ende August vor Gericht

Wahrscheinlich noch im August könnte die Hauptverhandlung gegen die mutmaßliche Brandstifterin von Döbeln-Nord vor dem Landgericht Chemnitz beginnen. Davon geht Staatsanwältin Jana Brockmeier von der Staatsanwaltschaft Chemnitz aus. Die Anklage gegen die 70-jährige Frau aus der Albert-Schweitzer-Straße befindet sich im sogenannten Zwischenverfahren.

Zuletzt brannte es im März im Keller des Hauses in der Albert-Schweitzer-Straße 23 in Döbeln-Nord. Im dem verqualmten Treppenhaus fanden die Feuerwehrleute eine leblose ältere Mieterin. Die 85-Jährige verstarb später an den Folgen der Rauchgasvergiftung. Die mutmaßliche Brandstifterin musst sich nun auch für ihren Tod verantworten.

Quelle: Thomas Sparrer

Döbeln. Wahrscheinlich noch im August könnte die Hauptverhandlung gegen die mutmaßliche Brandstifterin von Döbeln-Nord vor dem Landgericht Chemnitz beginnen. Davon geht Staatsanwältin Jana Brockmeier von der Staatsanwaltschaft Chemnitz aus. Die Anklage gegen die 70-jährige Frau aus der Albert-Schweitzer-Straße befindet sich im sogenannten Zwischenverfahren beim Landgericht. Aktuell läuft noch die Einlassungsfrist, in der sich die Angeklagte oder ihre Strafverteidiger äußern können.

Seit Mai sitzt die 70-jährige Bewohnerin des Hauses Albert-Schweitzer-Straße 23 in Untersuchungshaft. Ihr wird die Serie von Kellerbränden in dem Wohnhaus in Döbeln-Nord angelastet, in dem die alte Dame selbst wohnte. Sie hatte sich in ihren Aussagen zum Brand immer wieder in Widersprüche verstrickt und das Misstrauen der Ermittler geweckt. Auf ihr Konto sollen die vier Brandstiftungen im Keller ihres Wohnhauses Anfang März und Mitte Oktober 2016 sowie am 1. März 2017 gehen.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigten, hat die Frau auch noch ein Menschenleben auf dem Gewissen. Brandstiftung mit Todesfolge legt ihr die Staatsanwaltschaft zur Last. Bei dem Feuer am 1. März dieses Jahres hatten die Döbelner Feuerwehrleute im verqualmten Treppenhaus eine 85-jährige Mieterin leblos vorgefunden. Sie hatte es durch den Rauch nicht mehr nach draußen geschafft und wurde mit einer schweren Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Aufgrund von Komplikationen infolge dieser Rauchgasvergiftung verstarb die 85-Jährige am 22. April. Sollten ihr im Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Chemnitz die Taten nachgewiesen werden, droht ihr eine Haftstrafe nicht unter zehn Jahren bis lebenslänglich.

Die Brandserie im Keller des Plattenbaus in Döbeln-Nord begann am späten Abend des 9. März 2016. Gegen 21.15 Uhr musste Döbelns Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst zum Großeinsatz in Döbeln-Nord anrücken. Die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK sowie sechs Rettungswagen verschiedener Organisationen aus dem Raum Döbeln, Mittweida und Meißen wurden nach Döbeln beordert, um alle Bewohner zweier Häuser in der Albert-Schweitzer-Straße 23 und 24 auf Rauchgasvergiftung zu untersuchen. Zwölf Bewohner wurden vorsorglich in Krankenhäuser eingeliefert. Beim Kellerbrand am Sonnabend, dem 15. Oktober vergangenen Jahres, wurden sechs Mieter verletzt. Die jetzt tatverdächtige Hausbewohnerin wollte dabei im verqualmten Keller des Hauses einen unbekannten Ausländer überrascht haben, der sie zu Boden gestoßen habe und geflohen sei. Sie präsentierte sogar ein blaues Auge und beschrieb den angeblichen Täter.

Bei jedem Brand mussten die Hausbewohner über die Balkone per Drehleiter gerettet werden. Die Wohnungsgenossenschaft Pro Leipzig renovierte jedes Mal aufwendig.

Von Thomas Sparrer

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