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Döbeln Nach Anschlag auf die AfD in Döbeln: Staatsanwaltschaft will nun doch U-Haft
Region Döbeln Nach Anschlag auf die AfD in Döbeln: Staatsanwaltschaft will nun doch U-Haft
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17:15 14.01.2019
Eine schwere Explosion hat sich am 3. Januar dem AfD-Büro in der Döbelner Bahnhofstraße ereignet und das Büro sowie zwei parkende Fahrzeuge davor beschädigt. Nun will die Staatsanwaltschaft Chemnitz drei Tatverdächtige offenbar doch in Untersuchungshaft stecken. Aber das sieht der Haftrichter anders. Quelle: Thomas Sparrer
Döbel/Chemnitz

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz will es offenbar wissen. Zunächst beantragte sie keinen Haftbefehl gegen die mutmaßlichen Bombenleger von Döbeln, weil sie keine Haftgründe sah. Dann wollte sie die drei Männer im Alter von 29, 32 und 50 Jahren laut Medienberichten aber doch in Untersuchungshaft wissen, blitzte aber mit dem Haftantrag beim Ermittlungsrichter. Beim Landgericht Chemnitz war zu erfahren, dass mittlerweile eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Entscheidung des Ermittlungsrichters des Amtsgerichtes Chemnitz eingegangen ist, die Untersuchungshaft gegen die Beschuldigten nicht zu verhängen. Jetzt entscheidet eine Strafkammer des Landgerichtes über die Beschwerde.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz verhielt sich auf Nachfrage bedeckt, die Sprecherin verwies auf laufende Ermittlungen, die man nicht gefährden wolle. Ob die Behörde den Haftantrag nun wegen des öffentlichen Drucks stellte, bleibt offen. Das Sächsische Justizministerium hätte ihr das auch auftragen können. Aber das hat in diesem Fall von seinem Weisungsrecht keinen Gebrauch gemacht, wie Ministeriumssprecher Jörg Herold auf Nachfrage der DAZ erklärt.

Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Anschlag das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Für den Grundtatbestand dieses gemeingefährlichen Verbrechens sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von einem bis zu 15 Jahren vor, in minder schweren Fällen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Einer der Tatverdächtigen ist wegen eines Drogenverbrechens (Marihuana) vorbestraft und hat die zweijährige Bewährungszeit bereits hinter sich. Die Strafe ist schon erlassen. Die anderen beiden Beschuldigten sind nicht vorgeahndet.

Update: Mittlerweile hat das Landgericht über die Beschwerde der Staatsanwaltschaft entschieden und diese abgelehnt.

Von Dirk Wurzel

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