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Döbeln Nach tödlichem Unfall bei Meinsberg: Landratsamt wartet Ermittlung ab
Region Döbeln Nach tödlichem Unfall bei Meinsberg: Landratsamt wartet Ermittlung ab
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17:48 12.10.2018
Am Unfallort zwischen Meinsberg und Ziegra wird um den zehnjährigen Jungen getrauert. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

Nach dem tragischen Verkehrsunfall zwischen Ziegra und Meinsberg, bei dem am Dienstagnachmittag ein zehnjähriger Junge ums Leben kam, hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz Ermittlungen aufgenommen. „Deshalb können derzeit auch keine verkehrsrechtlichen Maßnahmen abgeleitet werden“, teilt André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, auf Anfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit.

Regelmäßige Verkehrsschauen

Derzeit gilt auf dem entsprechenden Streckenabschnitt der Kreisstraße 7532 keine gesonderte Geschwindigkeitsbegrenzung. „Der Unfall ereignete sich in einer Außerortslage und es ist richtig, dass Personenkraftwagen sowie Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen 100 Kilometer pro Stunde fahren können“, hält Kaiser fest. In regelmäßigen Abständen würden zudem Verkehrsschauen mit der Polizei und der Straßenmeisterei durchgeführt, um gegebenenfalls aufkommende Gefahrensituationen auszuschließen.

Bürgermeister bestürzt

Ob und welche Maßnahmen also auf der Kreisstraße ergriffen werden, hängt nun auch vom Ergebnis der Ermittlungen ab. „Es wird in der Aufarbeitung bestimmt Gespräche mit dem Landkreis geben“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP), der sich zudem bestürzt ob des fatalen Unfalls zeigte. Veränderungen – etwa eine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen – könne seine Verwaltung jedoch nicht selbst herbeiführen. „Wir können nur darum bitten, aber da es sich um eine Kreisstraße handelt, liegt es nicht in unserer Macht“, erklärt das Stadtoberhaupt. Das Landratsamt bestätigt indes, dass es in der Vergangenheit bereits Anträge auf Geschwindigkeitsreduzierungen gegeben hat. „So wurde in Ortslage Kaiserburg die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde in Zusammenhang mit dem Gefahrenzeichen ’Kinder’ angeordnet“, so Kaiser. „Des Weiteren besteht LKW-Verbot und auf die Gefahr von plötzlich querenden Radfahrern wird mit einem Gefahrenzeichen ’Achtung Radfahrer’ hingewiesen. Auf der Kreisstraße selbst, die über die Kaiserburg führt darf der Verkehr jedoch mit 50 Kilometern pro Stunde auf der Kreisstraße durchrollen. Im weiteren Streckenverlauf in Richtung Unfallort besteht diese Beschränkung nicht mehr.

Sicherer Übergang an der Kaiserburg

Bürgermeister Ernst weist noch einmal auf die Gegebenheiten vor Ort hin: „An der Unfallstelle gibt es keinen sicheren Übergang vom Radweg über die Straße auf die andere Seite.“ Den gäbe es an der Kaiserburg, um dort einen sicheren Weg in Richtung Neuhausen zu schaffen. Zum Unfallhergang selbst kann und will Ernst sich nicht weiter äußern.

Von André Pitz

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