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Döbeln Napoleonhaus-Ausbau geht in den Endspurt: Am 25. November ist Eröffnung
Region Döbeln Napoleonhaus-Ausbau geht in den Endspurt: Am 25. November ist Eröffnung
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Im Stadt- und Museumshaus neigen sich die Bauarbeiten dem absehbaren Ende entgegen. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Es ist ein Eichending im Obergeschoss des künftigen Stadt- und Museumshauses. Gemeint ist der Fußboden. Anderthalb Zentimeter stark sind die Parkettdielen, auf denen künftig die Vitrinen mit den Plastiken Georg Kolbes stehen werden. Die Oberfläche der Dielen ist aus Eiche, der Träger aus einem Nadelholz.

Am und im Napoleonhaus geht es derzeit rund. Am 25. November soll alles fertig sein, da eröffnet das Stadt- und Museumshaus. Draußen bauen die Arbeiter der Firma Estler Straßenbau aus Hartha bauen gerade an den Außenanlagen, die Mitarbeiter der Harthaer Metallbaufirma Martin arbeiten an dem Wintergarten am Anbau. Hier fehlt nur noch das Glas. Ein Maurer verputzt den Wanddurchbruch zum Funktionsanbau. „Diese Tür hatten wir bereits vorgesehen, aber erstmal zugesetzt, weil wir damals noch auf die Baugenehmigung gewartet haben“, erläutert Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Das zeigt, wie vorausschauend das Bauvorhaben geplant ist. Gemauert sind die steinernen Wände des Anbau aus Kalksandsteinen. Die sind nicht nur brutal hart, sondern nehmen auch nicht viel Wasser an. Was im hoffentlich nie eintretenden Fall eines erneuten Zschopauhochwassers von Vorteil ist. Die Balken, die das Dach des Wintergartens tragen, verschwinden demnächst über den Deckenplatten. „Das muss wegen des Brandschutzes so sein“, sagt Bürgermeister Ernst.

Das künftige Stadt- und Museumshaus ist für sich genommen schon ein Museum, wie folgende Impressionen zeigen.

Im Dachgeschoss des historischen Haupthauses liegt jetzt auch der Dielenfußboden aus drei Zentimeter starken Bohlen. Einziger Wermutstropfen: Diese sind sichtbar verschraubt und nicht verdeckt durch die Feder der Dielenbretter. Bei der originalgetreuen Rekonstruktion des Dachgebälks kam so gut wie kein Nagel, so gut wie keine Schraube aus Stahl zum Einsatz und erst recht keine Konstruktionswinkel aus Metall. Zapfen, spunden und mit Holznägeln verbinden – die alten Techniken des Zimmerhandwerks lebten im Dachgeschoss des Napoleonhauses wieder auf. Das bleibt für die Besucher sichtbar, die hier die Ausstellung zur Waldheimer Stadtgeschichte erwartet. Diese wird in überdimensional großen Koffern stecken. In regelmäßigen Zeitabständen soll sich ein Koffer nach dem anderen öffnen. Den Anfang machen soll die Dokumentation über das Tuchmacherhandwerk. Dann soll die Zahnseide folgen. In insgesamt fünf Koffern sollen sich die einzelnen Themen der Waldheimer Stadtgeschichte verstecken.

Sichtbar bleibt auch das Fachwerk an den Giebelseiten im Dachgeschoss. Wie Bürgermeister Ernst sagt, ist geplant, zum Schutz des Fachwerkes eine Glascheibe davor zu setzen. Denn der Lehm in den Ausfachungen greift sich ab, ist nicht so standfest, wie modernder Kalk-Zement-Putz.

Rund 1,7 Millionen Euro kostet die Sanierung – man kann beinahe Wiederaufbau dazu sagen – des ehemaligen Tuchmacherhauses, in dem Napoleon am 6. Mai 1813 übernachtete, bevor er mit seinen Truppen im Oktober des selben Jahres die Völkerschlacht bei Leipzig verlor.

Mit der Eröffnung des Stadt- und Museumshauses war es notwendig, auch die Eintrittspreise anzupassen. Schließlich wird den Besuchern dort deutlich mehr geboten, als am bisherigen Standort an der Gartenstraße.Erwachsene bezahlen demnach vier Euro, ermäßigt kostet die Karte zwei Euro. Für Kindergruppen und Schulklassen kostet der Museumsbesuch einen Euro pro Person. Darin ist ein museumspädagogisches Programm enthalten.

Von Dirk Wurzel

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