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Narren der Region Döbeln hauen auf die Pauke

Großes Karnevalistentreffen Narren der Region Döbeln hauen auf die Pauke

Zumeist organisieren sie die Faschingspartys fürs närrische Publikum. Die Aktiven aus den Karnevalsvereinen der Region haben deshalb in der fünften Jahreszeit und während der Vorbereitungen alle Hände voll zu tun. Trotzdem kommen die närrischen Fädenzieher der Region Döbeln regelmäßig zu großen Treffen zusammen, zuletzt in Leisnig.

Zum Karnevalistentreffen in Leisnig mit auf der Bühne: CCL-Prinzenpaar Kathi und Wolfgang Endrejat. Es moderiert Hansjörg Oehmig.

Quelle: Jürgen Otto

Leisnig. Die aktiven Karnevalsvereine der Region um Döbeln fanden sich jüngst zum Kreiskarnevalstreffen im Schützenhaus zu Leisnig ein. Planung, Organisation, Ausgestaltung, also die sogenannte Schirmherrschaft, lag dieses Jahr in den Händen des Carnevalclubs CCL sowie des Kindercarnevalclubs KCCL aus der gastgebenden Stadt.

Kreiskarnevalstreffen gibt es bereits seit Mitte der 80-iger Jahre. Die Zusammenkünfte wurden im Rhythmus von zwei, manchmal drei Jahren von wechselnden Gastgebern organisiert. Demzufolge haben die Leisniger Karnevalisten, wie auch alle anderen Vereine, bereits Erfahrungen hinsichtlich der Organisation eines solchen Events. „Trotzdem ist es jedes Mal wieder eine besondere Herausforderung an den jeweilig verantwortlichen Club“, sagt Hansjörg Oehmig, der für den CCL die Öffentlichkeitsarbeit in den Händen hat. „Auf der anderen Seite macht es aber auch eine Menge Spaß und die Freude ist umso größer, wenn ein gelungener Abend das Ergebnis ist. Und das war er auf jeden Fall am Sonnabend.“

Da hallten die Schlachtrufe „Haßlau - Helau“, „Limmritz - Geht los!“, „Muldenschiffer - Ahoi“, „Reinsdorf - Horido“, „Schrebitz - Zick-Zack!“, „Spindel - Oel“ und natürlich „Leisnig-Helau“ den ganzen Abend über den Saal. Und es gab in drei Blöcken über den Abend verteilt Programmeinlagen aller anwesenden Vereine. Diese reichten vom Gardetanz über Play-Back- oder Live-Sologesang, über Männerballett bis Disco- und Showtanz. Oehmig weiter: „Unschätzbar wichtig an einem solchen Treffen sind die wunderbaren Gespräche und es wurden eine Menge an Erfahrungen ausgetauscht. Natürlich wurde zwischen den einzelnen Programmblöcken viel getanzt und noch mehr gelacht. Übrigens war außerdem aus der Region Mittweida als Gastverein der Rossauer Carnevalsclub mit „Rossau - Helau!“ zugegen.“

Die Kreiskarnevalstreffen sind für die vielen ehrenamtlich tätigen Karnevalisten in der Region des ehemaligen Landkreises Döbeln eine Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen auf dem Gebiet der karnevalistischen Brauchtumspflege, womit sie jährlich Tausende Karnevalsfreunde begeistern. Bei vielen Vereinen sind die Aktiven nicht allein während der eigentlichen Karnevalszeit im Einsatz. Meist über das gesamte Jahr hinweg sind die zu verschiedenen Anlässen präsent und gestalten das Kulturleben in ihren Heimatstädten entscheidend mit. In Leisnig zum Beispiel sind die Karnevalisten an verschiedenen Programmpunkten und im Festgetümmel vom Burg- und Altstadtfest anzutreffen. Die Leisniger Benefizgala und der Weihnachtsmarkt wird ebenfalls von Mitgliedern aus dem CCL organisiert beziehungsweise maßgeblich mit ausgestaltet. „In anderen Orten wird das ähnlich sein, dass Karnevalisten eigentlich das ganze Jahr über aktiv sind“, sagt Hansjörg Oehmig. „Auch konnten wir beim diesjährigen Treffen wieder erfahren, dass wir uns um den Nachwuchs keine Sorgen machen müssen. Alle Vereine legen ein großes Augenmerk auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die später einmal die karnevalistischen Fäden in die Hände nehmen sollen. In Leisnig arbeitet der Kinder-Carneval-Club Leisnig beispielsweise mit drei Gruppen in verschiedenen Altersstufen, mit den Burgspatzen, den Wilden Hühnern und den Wild Angels.“

In zwei Jahren werde der Schrebitzer Carnevalclub mit der Ausrichtung des Karnevalistentreffens betraut sein. So haben es die Vereinspräsidenten zu ihrem jüngsten Treffen beschlossen. Oehmig: „Wünschen wir den Schrebitzern, dass sie bis dahin ihr neues Vereinsheim mit viel Schweiß und Eigeninitiative fertigstellen können.“

Von Steffi Robak

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